ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2000Kfz-Versicherungen: Weniger Bürokratie

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Kfz-Versicherungen: Weniger Bürokratie

Dtsch Arztebl 2000; 97(20): [67]

rco

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LNSLNS Die meisten Autofahrer haben eine Kfz-Versicherung abgeschlossen, bei der sich die Prämie auch nach der Kilometerleistung richtet. Wer ein angegebenes Kilometer-Limit überschreitet, muß nachzahlen. Doch wer ein Jahresfahrlimit unfallfrei nicht einhält, sollte nach Meinung des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute nicht an die Versicherung nachzahlen müssen. Denn umgekehrt müßte es sonst auch heißen: Geld zurück, wenn die Fahrleistung einmal geringer ist.
Den Anlaß zur Kritik liefern die Briefe, die Wenigfahrern mit der Frage nach dem neuen Kilometer-Stand auf den Tisch flattern. Wer brav die Überschreitung des Limits meldet, dem wird der Rabatt für das kommende Jahr gestrichen. Er muß sogar für 1998 und 1999 nachzahlen. Dabei kann es – je nach Wagentyp und persönlichem Rabatt – um bis zu 200 DM gehen. Bei der geforderten Auskunft zu mogeln, hält der Sprecher der Versicherungskaufleute, Wolfgang Kaup, aber für keine gute Idee. Denn sollte es zum Unfall kommen, wird der Kilometer-Stand ermittelt.
„Nachbelastungen sind unverständlich kleinlich“, meint Kaup. Bei anderen Sonderrabatten werden lediglich Meldungen zu Veränderungen erwartet. Es wird nicht bürokratisch nachgeforscht, ob jemand zum Beispiel noch eine Garage benutzt oder nicht mehr Alleinfahrer ist.
Ganz so dramatisch, wie dies die Versicherungskaufleute sehen, ist das Problem allerdings nicht. Denn „nur wer beispielsweise vorsätzlich falsche Angaben in seinem Versicherungsvertrag macht, muß mit einer Vertragsstrafe in Höhe einer Jahresprämie rechnen“, erklärt HUK-Coburg-Pressesprecher Alois Schnitzer.
Soll heißen: Wer nie eine Garage besessen hat und dennoch „Garage vorhanden“ in seinem Vertrag ankreuzt, handelt vorsätzlich. Er wird nach Meinung der Versicherung auch zu Recht mit einer Strafe in Form einer Nachzahlung belegt. rco
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