ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2023Kai-Uwe Eckardt: Chronischen Nierenerkrankungen auf der Spur

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Kai-Uwe Eckardt: Chronischen Nierenerkrankungen auf der Spur

Richter-Kuhlmann, Eva

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Kai-Uwe Eckardt, Foto: W. Peitz/Charité
Kai-Uwe Eckardt, Foto: W. Peitz/Charité

Zu den neuen Mitgliedern der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gehört der Nephrologe sowie Notfall- und Intensivmediziner Prof. Dr. med. Kai-Uwe Eckardt (62). Am 19. April erhielt der Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin die Aufnahmeurkunde als Mitglied der Klasse II ‒ Lebenswissenschaften.

Eckardt beschäftigt sich mit der Entstehung und Progression akuter und chronischer Nierenschäden und verbindet dabei experimentelle mit klinisch epidemiologischer Forschung. Unter anderem koordiniert er die „German Chronic Kidney Disease (GCKD)“-Studie, eine große Kohortenstudie, die Ursachen, Einflussfaktoren und Verläufe einer chronischen Nierenerkrankung näher untersucht, um eine Progression des Nierenfunktionsverlusts zu verhindern und Risikofaktoren für das sehr häufige Auftreten kardiovaskulärer Komplikationen zu identifizieren. 2018 etablierte der klinisch tätige Wissenschaftler zudem zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Charité Berlin das „Center for Rare Kidney Diseases (CeRKiD)“ für seltene, vielfach genetisch bedingte Nierenerkrankungen.

Eckardt studierte von Medizin in Münster sowie an der Welsh National School of Medicine, Cardiff, UK. Er absolvierte eine Weiterbildung in Innerer Medizin und habilitierte sich in der Physiologie. 2000 wurde er als Professor an die Charité berufen, 2004 an das Universitätsklinikum Erlangen. 2017 kehrte er nach Berlin an die Charité zurück. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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