ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2000Frischzellen: Tendenziös und irreführend

SPEKTRUM: Leserbriefe

Frischzellen: Tendenziös und irreführend

Dtsch Arztebl 2000; 97(21): A-1420 / B-1205 / C-1133

Buscha-Hagenmüller, Jutta

Zu dem „Seite eins“-Beitrag „Länder jetzt gefordert“ von Dr. Harald Clade in Heft 8/2000:
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LNSLNS Die Schlagzeile ist tendenziös und irreführend . . . Denn weder der Bund noch die Länder haben legale Befugnisse, in das Arztrecht der Therapiefreiheit und das Berufsausübungsrecht von Ärzten derart radikal einzugreifen wie im März 1997 von der damaligen Bundesregierung veranlasst, dass nämlich die damalige Verbotverordnung der Frischzellen-Therapie einer entschädigungslosen Enteignung unserer Praxen und Kliniken gleichgekommen wäre.
Das jetzige Urteil hat somit den Bruch der Verfassung vereitelt, und damit ist festgeschrieben, dass das Arzneimittelrecht in Zukunft nicht dem Arztrecht vorgeschaltet werden kann.
Genauso wie der Bund werden in Zukunft die Länder sorgsamer mit den rechtlichen Vorgaben auf diesem Gebiet umzugehen haben, auch wenn dieses interessierten Kreisen nicht gefallen mag.
Dr. med. Jutta Buscha-Hagenmüller, Sonnenweg 9, 83703 Gmund-Moosrain
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