ArchivDeutsches Ärzteblatt21/2000Katheterdrainage der Harnblase heute: Weitere Ergänzungen

MEDIZIN: Diskussion

Katheterdrainage der Harnblase heute: Weitere Ergänzungen

Dtsch Arztebl 2000; 97(21): A-1474 / B-1252 / C-1126

Bureik, Dieter

Zu dem Beitrag vonPriv.-Doz. Dr. med. Hansjürgen PiechotaProf. Dr. med. Peter BrühlProf. Dr. med. Lothar HertleProf. Dr. med. Dr. h. c.Jürgen Sökelandin Heft 4/2000
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LNSLNS In dem Artikel wird dem Dauerkatheterpatienten, der monate- oder jahrelang auf einen Dauerkatheter angewiesen ist, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, auch aus „sozioökonomischer“ Sicht. Als niedergelassener Urologe hat man es hauptsächlich mit solchen Patienten zu tun, deren Zahl in Alten-, Pflegeheimen sowie in häuslicher Pflege bei circa fünf bis zehn Prozent allein aus urologischer Sicht liegen dürfte. Abgepackte Kathetersets sind hier bei fachgerechter Technik entbehrlich, da der Katheter aus der sterilen Verpackung auch steril gelegt werden kann. Bei den Ableitesystemen kann man gut auf teure Beutel wie den „Monoflo“ verzichten. Katheterspülungen sind manchmal unverzichtbar, um häufige Hausbesuche oder teure Transporte ins Krankenhaus zu reduzieren.
Suprapubische Blasenkatheter in Form eines Cystofix sind auf längere Zeit oft nicht in Funktion zu halten, hier ist ein Ballonkatheter meist unverzichtbar. Die stets vorhandene chronische Zystitis führt durch vermehrte Inkrustationen zu häufigen Verstopfungen und Tenesmen. Ein Spasmolytikum als Dauermedikation, verbunden mit Acimethin, hat sich bewährt neben intermittierender Anwendung von Antibiotika (nach Antibiogramm). Katheterwechselintervalle richten sich im ambulanten Bereich doch mehr nach praktischen als nach medizinisch-klinischen Gesichtspunkten und werden daher längere Liegezeiten von vier bis sechs Wochen beinhalten.

Dr. med. Dieter Bureik
Rothenfelder Straße 25
38440 Wolfsburg

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