ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2000Wie viel Alkohol macht krank? Trägt Alkohol zur Gesundheit bei?

MEDIZIN: Kongressberichte und -notizen

Wie viel Alkohol macht krank? Trägt Alkohol zur Gesundheit bei?

Dtsch Arztebl 2000; 97(22): A-1538 / B-1311 / C-1226

Seitz, Helmut K.

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LNSLNS Ergebnisse einer Arbeitstagung der Deutschen Hauptstelle gegen Suchtgefahren

Unzählige Publikationen haben sich in den letzten Jahren mit dem Zusammenhang von Alkoholkonsum und Gesund­heits­förder­ung befasst. Hintergrund sind Untersuchungen, deren Ergebnisse dahingehend interpretiert werden, dass geringfügiger Alkoholkonsum im Vergleich zu vollständiger Abstinenz das Risiko für eine koronare Herzerkrankung und einen ischämischen Apoplex senken. Auch im Deutschen Ärzteblatt erschienen im Jahr 1998 die Ergebnisse einer Konferenz zum Thema „Gesundheitliche Vorteile durch mäßigen Konsum alkoholischer Getränke“, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung abgehalten wurde. Das Fazit dieses Berichtes war, dass die Entscheidung für oder gegen regelmäßigen Alkoholkonsum in vernünftigen Mengen individuell in der Praxis des behandelnden Arztes erfolgen muss, wobei keine klare Aussage über die „vernünftige“ Dosis gemacht wurde.
War nun Alkohol über Jahrzehnte hinweg als toxische Substanz im Mittelpunkt des ärztlichen Interesses, so wurde diese Ansicht innerhalb von wenigen Jahren nahezu auf den Kopf gestellt. Aufgrund dieser Verunsicherung und zur Klarstellung von Nutzen und Gefahren chronischen Alkoholkonsums hat die Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren eine Expertenkommission beauftragt, die neueste Datenlage zum Thema: „Fördert Alkohol die Gesundheit?“ zusammenzutragen. Die Ergebnisse dieser Expertenrunde vom 4. Februar 1998 und 22. Juni 1998 sind im Folgenden zusammengefasst.
Kardioprotektive Wirkung individuell unterschiedlich
Verschiedenste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein geringer bis moderater Alkoholkonsum von 10 bis 25 g pro Tag, entsprechend 1/8 bis 1/4 Liter Wein oder 1 bis 2 Gläsern Bier von 0,3 Litern, einen günstigen Effekt auf das Herz-Kreislauf-Risiko hat. Die kardioprotektive Wirkung erfolgt offenbar durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedenster Mechanismen, wie Erhöhung des HDL-Cholesterinspiegels oder eine verminderte Neigung zur Thrombosebildung, aber auch durch Effekte zum Beispiel auf die Stressempfindung und Stresskontrolle. Die Risikoverminderung scheint grundsätzlich durch den Alkohol selbst bedingt zu sein. Trotzdem kann sie je nach Getränketyp unterschiedlich sein. Die möglicherweise ausgeprägtere Risikoreduktion bei Weinkonsumenten lässt sich durch die psychologischen Charakteristika des typischen Weintrinkers durchaus erklären, weitaus weniger jedoch durch bestimmte Inhaltsstoffe des Weines, wie zum Beispiel Polyphenole. Des Weiteren zeigt sich die kardioprotektive Wirkung durch Alkohol mehrheitlich bei älteren Menschen, vor allem wenn andere Herz-Kreislauf-Risikofaktoren vorhanden sind. Dieses Zusammentreffen verschiedener Umstände deutet darauf hin, dass es sich nicht um eine von anderen Risikofaktoren völlig unabhängige Beziehung handelt.
Im Vergleich zur Risikoreduktion durch Kontrolle von anderen etablierten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren (zum Beispiel Rauchen und Erhöhung der Blutfette) ist die durch moderaten Alkoholkonsum erzielte Risikoverminderung relativ gering, was eher gegen eine direkte Kausalitätsbeziehung spricht. Ob moderate Alkoholmengen das koronare Risiko vermindern können, ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Empfehlungen können entsprechend nur auf individueller Basis erfolgen. Neuere Studien zeigen, dass nicht nur der moderate, sondern auch der leichte Alkoholkonsum (das heißt um 5 bis 10 g Alkohol pro Tag) mit einer Verminderung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist.
Junge Konsumenten unter 50 Jahren können durch Alkoholkonsum ihr Herz-Kreislauf-Risiko kaum beeinflussen, erhöhen jedoch andere Risiken (zum Beispiel Bluthochdruck, Unfallgefahr).
Wenngleich auch bei Frauen das koronare Risiko durch moderaten Alkoholkonsum (10 bis 12 g pro Tag) scheinbar günstig beeinflusst wird, ist zu beachten, dass Frauen vor dem Beginn der Wechseljahre ein geringes Koronarrisiko aufweisen, sodass mögliche Alkoholeffekte kaum eine zusätzliche Schutzwirkung verleihen. Zudem ist zu bedenken, dass bereits ein geringerer Alkoholkonsum mit einem deutlich erhöhten Brustkrebsrisiko einhergehen kann.
Verstärkung zusätzlicher Krankheitsrisiken
Leichter bis moderater Alkoholkonsum – so wie er von relativ vielen Menschen betrieben wird (bis 15 g pro Tag bei der Frau und bis 30 g pro Tag beim Mann) – stellt bei gesunden Menschen ein im Durchschnitt geringes Krankheitsrisiko dar. Die eingehende Besprechung der zahlreichen Erkrankungen durch übermäßigen Alkoholkonsum in den nachfolgenden Abschnitten zielt nicht darauf, den Menschen, die in dem vorgenannten leichten bis moderaten Umfang alkoholische Getränke genießen, generell zur Abstinenz zu raten. Voraussetzung für einen risikoarmen Konsum alkoholischer Getränke ist allerdings, dass keine zusätzlichen Krankheitsrisiken bestehen, die durch diesen Alkoholkonsum verstärkt werden. Zu solchen grundlegenden Risiken zählt zum Beispiel zusätzliches Rauchen, eine genetische Prädisposition zur Abhängigkeit, das Vorliegen einer Lebererkrankung anderer Ätiologie, Bluthochdruck, verschiedenste Stoffwechselstörungen, eine familiäre Häufung von Brustkrebs, um nur einige zu nennen. Daraus ist zu ersehen, dass jeder Mensch ein individuelles Risiko für unterschiedliche alkoholassoziierte Organschäden hat. Wie bei allen Kosten-Nutzen-Relationen muss man sich bewusst sein, dass dem positiven Stimmungseffekt und anderen, mit dem Konsum alkoholischer Getränke als angenehm empfundenen Wirkungen ein Krankheitsrisiko gegenübersteht. Bei den angegebenen Dosen und bei gesunden Menschen ist dieses Risiko allerdings sehr gering. Auf keinen Fall sollte Alkohol als koronares Therapeutikum, auch nicht in kleinen Dosen, empfohlen werden.
Risikofaktor Abhängigkeit
Eine der bedeutendsten negativen Effekte von Alkohol ist die Abhängigkeit. Familien-, Zwillings- und Adoptionsstudien haben einen genetischen Einfluss zweifelsfrei zeigen können. Verwandte ersten Grades von Alkoholkranken haben ein etwa siebenfach höheres Risiko, selbst abhängig zu werden. Soziale Faktoren haben dabei einen erheblichen Einfluss darauf, ob jemand tatsächlich abhängig wird. So ist bekannt, dass die Zahl der schweren Trinker mit der Gesamtmenge des von der Bevölkerung konsumierten Alkohols zunimmt. In diesem Zusammenhang scheint es wichtig darauf hinzuweisen, dass eine generelle Empfehlung von Alkohol zur Koronarprotektion für Menschen, die bisher keinen Alkohol getrunken haben, mit einer circa zehnprozentigen Abhängigkeitsrate einhergehen würde.
Alkoholassoziierte Organschäden
Chronischer Alkoholkonsum in höheren Dosen oder aber auch bei Risikopatienten in moderaten Dosen führt zu Schäden der Leber, des Pankreas, des Gastrointestinaltrakts und des Herzens. Bezüglich der Leber weisen mehrere Studien darauf hin, dass kein risikofreier Schwellenwert für den Alkoholkonsum gesehen werden kann. Zusammenfassend sprechen die Daten jedoch dafür, dass das Risiko für die Entwicklung einer fortschreitenden Lebererkrankung bei Männern bis zu einem Alkoholkonsum von circa 40 g pro Tag gering ist. Die Leber von Frauen scheint wesentlich empfindlicher zu sein und hier werden die Grenzwerte für einen risikoarmen Alkoholkonsum mit 20 g pro Tag angegeben. Bei einem Konsum von 40 bis 60 g Alkohol pro Tag fand sich ein sechsfach erhöhtes Zirrhoserisiko im Vergleich zu einer Gruppe mit einem Konsum zwischen 0 bis 40 g pro Tag. Ein circa 14-fach höheres Risiko fand sich bei einem Konsum von 61 bis 80 g pro Tag und ein über 50-faches Risiko bei 81 bis 1 000 g Alkohol pro Tag. Eine enge Beziehung besteht zwischen Alkoholkonsum und Zirrhosesterblichkeit. Der Anstieg der Zirrhosesterblichkeit in Deutschland zwischen 1950 und 1980 betrug circa 400 Prozent. Wichtig erscheint ferner, dass Alkoholkonsum einen ungünstigen Einfluss auf den Verlauf chronischer Lebererkrankungen anderer Ursache hat. Patienten mit einer Hepatitis C beispielsweise müssen Alkohol komplett meiden.
Auch die chronische Pankreatitis ist eine Folge chronischen Alkoholmissbrauchs. Ein bis vier Prozent aller Menschen mit chronischem Alkoholabusus entwickeln eine solche chronische Pankreatitis und 30 bis 60 Prozent zeigen eine Schädigung der Bauchspeicheldrüse. Alkohol führt auch zu schweren Veränderungen der gastrointestinalen Mukosa. Der Konsum größerer Mengen alkoholischer Getränke führt häufig zu ausgeprägten Schleimhautverletzungen bis zu Blutungen. Erheblich verstärkt wird die Neigung zur Entstehung solcher Verletzungen bei zusätzlicher Einnahme von acetylsalicylhaltigen Medikamenten zur Linderung von „Katersymptomen“. Des Weiteren wird die Mukosa des Dünndarms morphologisch und funktionell geschädigt, was zu einer Malabsorption von Vitaminen (insbesondere Thiamin), aber auch Aminosäuren und Fetten führen kann. Aufgrund der vermehrten Durchlässigkeit der Mukosa werden Endotoxine über das Pfortadersystem aufgenommen und der Leber zugeführt.
Alkoholkonsum jenseits der als mäßig zu betrachtenden Grenzen ist ebenfalls mit einem erhöhten Risiko verbunden, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, bedingt durch das gehäufte Auftreten von Bluthochdruck, von alkoholischen Herzmuskelerkrankungen und Rhythmusstörungen. Alkohol wird als eine der bedeutendsten und häufigsten Ursachen der sekundären Hypertonie und auch
der therapieresistenten Hypertonie beschrieben. Eine klinisch manifeste Hypertonie kommt bei Alkoholkonsumenten doppelt so häufig vor wie beim Nichtkonsumenten. Zwischen dem Alkoholkonsum und dem Blutdruck besteht eine mehr oder weniger lineare Beziehung ohne Schwellenkonsum. Alkoholabstinenz oder Konsumreduktion führt praktisch immer zu einer Blutdrucksenkung. Aufgrund der Blutdruckeffekte ist der Alkoholkonsum mit einem deutlich erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden.
Systemische Störungen
Neben diesen wichtigen organbezogenen Alkoholschäden führt Alkohol auch zu systemischen Störungen sowie Störungen des Immunsystems, was gehäuft zu bakteriellen Infektionen, zum Beispiel Lungenentzündungen und Tuberkulose führen kann. Bakterielle Infektionen einschließlich septischer Erkrankungen sind eine wesentliche Ursache für die erhöhte Krankheitsanfälligkeit und erhöhte Sterblichkeit bei Patienten mit Alkoholmissbrauch. Alkohol führt auch zu hormonellen Störungen, beim Mann zu vermindertem Testosteronspiegel mit Hodenatrophie, was klinisch in einem deutlichen Libidoverlust und Impotenz resultiert. Liegt gleichzeitig eine Leberschädigung vor, fällt außerdem eine Feminisierung mit erhöhten Östradiolspiegeln auf, was zu einem typisch weiblichen Behaarungstyp und einer Gynäkomastie führt. Alkohol schädigt zudem die Spermienproduktion. Bei der Frau führt ein moderater Alkoholkonsum zu einer Erhöhung der Östradiolwerte, was einerseits das Risiko für den Herzinfarkt vermindert, andererseits das Risiko für das Auftreten von Brustkrebs erhöht.
Alkohol führt auch zu einer Reihe von Krebserkrankungen, nämlich zu Karzinomen des oberen Alimentär- und Respirationstrakts (Oropharynx, Larynx und Ösophagus), zu Leberkarzinomen auf dem Boden einer alkoholischen Zirrhose aber auch – wie bereits erwähnt – zu Mammakarzinomen und Kolorektalkarzinomen. Das Risiko für den oberen Alimentärtrakt ist besonders hoch und bei gleichzeitigem Rauchen sieht man einen synergistischen Effekt. So liegt das Risiko eines Ösophaguskarzinoms bei mehr als 80 g Alkohol pro Tag bei einem Faktor von 18, bei mehr als 20 Zigaretten pro Tag, bei einem Faktor von 5 und wenn beides zusammenkommt, bei einem Faktor von 44!
Weiterhin kann Alkohol zu schweren Ernährungs- und Stoffwechselstörungen führen. Der Stoffwechsel aller Vitamine und Spurenelemente wird durch Alkohol auf allen Stufen des Stoffwechsels ungünstig beeinflusst, angefangen von der Zufuhr mit der Nahrung, der Verdauung, der Aufnahme, des Transportes im Blut, der Speicherung, der Stoffaktivierung und der Ausscheidung. Nicht nur wegen des beträchtlichen Kaloriengehaltes von Alkohol (7,1 kcal/g), sondern auch weil der Fettstoffwechsel (Verminderung der Fettverbrennung durch Alkohol) gestört wird, muss der moderate Alkoholkonsum auch als Risikofaktor für die Entstehung von Übergewicht betrachtet werden. Übergewicht gehört zu den wichtigsten Faktoren, die das Herzkreislaufrisiko erhöhen.
Aufgrund des Stoffwechsels von Alkohol in der Leber wird die Leberzelle mit Reduktionsäquivalenten in Form von NADH überflutet. Dies kann zu einer Reihe von Stoffwechselstörungen führen, insbesondere wenn eine solche präformierte Störung bereits vorliegt. Im Einzelnen sind zu nennen: Hyperlipoproteinämie, Hyperurikämie bis hin zum Gichtanfall, Hyperlactacidämie mit Acidose, Hypoglykämien und Porphyrien.
Die Wechselwirkung zwischen Alkohol und einer großen Zahl von Medikamenten stellt für die Praxis und die Klinik ein wichtiges Problem dar. Die Wechselwirkungen betreffen sowohl den Arzneimittelstoffwechsel als auch zum Teil die Arzneimittelwirkung.
Fetales Alkoholsyndrom
Die häufigste Ursache für eine geistige Retardierung des Neugeborenen ist das fetale Alkoholsyndrom (noch vor dem Down-Syndrom). Die Zahlen schwanken je nach untersuchter Gruppe zwischen 1:100 und 1:1 000. Das Risiko für Alkoholiker, ein Kind zur Welt zu bringen, das durch ein fetales Alkoholsyndrom geschädigt ist, liegt bei 32 bis 43 Prozent und ist abhängig von der zugeführten Alkoholmenge sowie dem Stadium der chronischen Abhängigkeit. Es konnte gezeigt werden, dass bereits zwei bis drei Drinks pro Tag (25 bis 35 g Alkohol pro Tag) zu stark vermindertem Geburtsgewicht führen können. Auch die Fehlbildungsrate ist dosisabhängig. Eine sichere Schwellendosis für den mütterlichen Alkoholkonsum gibt es nicht.
Resümee
Zwischen positivem und negativem Alkoholeffekt besteht ein schmaler Grad. Alkoholkonsum fördert die Gesundheit nicht, sondern ein geringfügiger Alkoholkonsum senkt das relative Risiko für wenige, sehr spezifische Erkrankungen wie koronare Herzerkrankungen, den ischämischen Schlaganfall.
Die Nebenwirkungen chronischen Alkoholkonsums sind beträchtlich und unterliegen nicht nur der Dosis, sondern auch einer individuellen Suszeptibilität. So ist es sehr schwer, negative Folgeerkrankungen durch chronischen Alkoholkonsum vorherzusagen.
Es gibt keinen risikofreien Alkoholkonsum. Man kann lediglich eine risikoarme, maximale Trinkmenge angeben (die risikoarme maximale Trinkmenge für alkoholische Getränke pro Tag bei gesunden Personen beträgt für Männer dreimal 1/4 Liter Bier oder dreimal 1/8 Liter Wein und bei Frauen zweimal 1/4 Liter Bier oder zweimal 1/8 Liter Wein).
Ein täglicher Alkoholkonsum über die risikoarme Trinkmenge hinaus erhöht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass es eine Reihe von Menschen gibt, die aufgrund anderer Risiken (Neigung zu Stoffwechselerkrankungen, Bluthochdruck, Rhythmusstörungen, genetische Prädisposition für Brust- und Kolorektalkarzinome, Lebererkrankungen und so weiter) auch von kleinen Alkoholmengen (risikoarm) negative gesundheitliche Konsequenzen erwarten können.
Literatur beim Verfasser

Prof. Dr. med. Helmut K. Seitz
Internist und Gastroenterologe
Innere Abteilung
Krankenhaus Salem
Zeppelinstraße 11–33
69121 Heidelberg


Einfluss der Alkoholzufuhr auf das Risiko der Gesamtmortalität in verschiedenen epidemiologischen Studien. Auffallend ist, dass die niedrigste Gesamtmortalität nicht einheitlich bei derselben Alkoholzufuhr liegt, sondern dass die niedrigste Gesamtmortalität in den unterschiedlichen Studien bei unterschiedlicher Alkoholzufuhr zu registrieren ist. Dies spricht für ein unterschiedliches Risiko bei unterschiedlich untersuchten Populationen und somit für ein populationsspezifisches und letztendlich für ein individualspezifisches Mortalitätsrisiko durch Alkohol (eine Alkoholeinheit entspricht 9 g) (nach White, J Clin Epidemiol 1999; 52: 967–975; mit Erlaubnis des Autors).


In Zusammenarbeit mit der Kommission des wissenschaftlichen Kuratoriums der Hauptstelle gegen die Suchtgefahren:
Prof. Dr. med. Helmut K. Seitz, Heidelberg
Prof. Dr. med. Christian Bode, Stuttgart
Dr. med. Gerhard Bühringer, München
Prof. Dr. med. Heinz Maier, Ulm
Prof. Dr. med. Hans Rommelspacher, Berlin
Prof. Dr. med. Paolo M. Suter, Zürich
Edith Göcke, Hamm

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