ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2000Investmentclub Börsebius: Null Internetwerte

VARIA: Schlusspunkt

Investmentclub Börsebius: Null Internetwerte

Dtsch Arztebl 2000; 97(22): [76]

Rombach, Reinhold

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LNSLNS Wer sich in den ersten Monaten des Jahres der Hoffnung hingab, mit Aktien des Neuen Marktes viel Geld zu verdienen, sitzt heute meist auf herben Verlusten. Aber selbst mit Standardwerten, so genannten „Blue Chip“-Aktien wie Telekom, VW oder SAP, waren die bisherigen Kursverläufe alles andere als zufriedenstellend.
Beim privaten Investmentclub Börsebius haben wir der Goldgräberstimmung gründlich misstraut, gottlob, und unsere Aktienpositionen Siemens, Deutsche Bank, Münchener Rück und Royal Dutch komplett reduziert. Die hier realisierten Gewinne sind allesamt steuerfrei. Da Internetwerte oder Telekommunikationsaktien beim Investmentclub null Prozent des Gesellschaftsvermögens ausmachen, haben wir auch die ersten fünf Monate des Jahres ganz gut überstanden und liegen in der Wertentwicklung rund drei Prozent über dem Jahresauftakt.
Unsere Anlagehaltung ist auch für den weiteren Jahresverlauf von Vorsicht geprägt. Nach der Satzung dürften wir zwar maximal ein Drittel des Vermögens in Aktien halten, und den Rest in Rentenwerten sowie Festgeld, aber in der derzeitigen unsicheren Börsenphase wollen wir selbst diese Aktienquote noch weiter auf etwa ein Viertel reduzieren.
Die Wiederanlage freier Gelder wird noch so lange zurückgehalten, bis wieder günstigere Einstiegskurse winken. Das Pulver trocken zu halten scheint uns erfolgversprechender zu sein, als mit aller Gewalt bestehende Positionen unter Inkaufnahme von Verlusten durchzuhalten. Mit RWE (Kaufkurs 37 Euro, FMC und SGL Carbon) haben wir aber unter anderem auch Werte im Depot, um die man sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen muss.
Allerdings haben wir gerade eben eine günstige Kaufgelegenheit am Schopfe gefasst: ThyssenKrupp. Obwohl der Vorstand auf der Haupt­ver­samm­lung berichtete, das erste Halbjahr des neuen Geschäftsjahres sei gut gelaufen, quittierte die Börse die (noch besser erwarteten) Zahlen mit einem scharfen Kurseinbruch auf 20 Euro. Damit hat ThyssenKrupp in den letzten sechs Monaten den Höchstkurs von 34 Euro erheblich unterschritten.
Möglicherweise übersehen die Experten aber, dass die Stahlgewinne zum Ende des Jahres vermutlich steil ansteigen werden. Für uns also genügend Anlass, diesen erstklassigen Wert zu 19,95 Euro einzukaufen. Börsebius

Interesse? Wenn Sie sich unverbindlich informieren wollen, schreiben Sie bitte an: 1. Privater Investmentclub Börsebius, Postfach 50 15 15, 50975 Köln, oder faxen Sie an: 02 21/39 70 72. Die Mindesteinlage beträgt 50 000 DM und die monatliche Teileinlage 300 DM. Der Investmentclub ist keine offizielle Veranstaltung des Deutsches Ärzteblattes, sondern wurde von Börsebius (Reinhold Rombach) in Privatinitiative gegründet.
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