MEDIZIN: Referiert

Vitamin E bei KHK

Dtsch Arztebl 2000; 97(22): A-1537 / B-1310 / C-1225

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LNSLNS Aufgrund bisheriger Untersuchungen wird dem Vitamin E ein protektiver Effekt bei der Entwicklung und Progression der koronaren Herzerkrankung (KHK) zugeschrieben. Eine kanadische Studie untersuchte nun den Effekt einer Vitamin-E-Therapie bei Patienten mit ausgeprägten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse. 2 545 Frauen und 6 996 Männer über 55 Jahre mit bekannter KHK, Diabetes mellitus und weiteren Risikofaktoren wurden neben einer ACE-Hemmer-Therapie randomisiert kontrolliert mit Vitamin E (400 IU/die) oder Placebo über 4,5 Jahre behandelt. Bei 16,2 Prozent der mit Vitamin E behandelten Patienten und bei 15,5 Prozent der mit Placebo behandelten Gruppe traten in der Nachbeobachtungsphase kardiovaskuläre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod an kardiovaskulären Erkrankungen) auf. Auch bei den sekundären Endpunkten (instabile Angina pectoris, Herzinsuffizienz, Revaskularisation oder Amputation, Tod jeglicher Ursache, Diabetesfolgeschäden oder Krebs) waren keine signifikanten Unterschiede zu verzeichnen. Als einzig positiven Aspekt hoben die Autoren heraus, dass keine unerwünschten Nebenwirkungen der Vitamin-E-Therapie zu beobachten waren. acc
The Heart Outcome Prevention Evaluation Study Investigators: Vitamine E supplementation and cardiovascular events in high-risk patients. N Eng J Med 2000; 342: 154–160.
Dr. Salim Jussuf, Canadian Cardiovascular Collaboration Project Office, Hamilton General Hospital, 237 Barton St. E., Hamilton, ON L8L 2X2, Kanada.

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