ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2000Gastroösophagealer Reflux und Gallensäuren

MEDIZIN: Referiert

Gastroösophagealer Reflux und Gallensäuren

Dtsch Arztebl 2000; 97(22): A-1537 / B-1310 / C-1225

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LNSLNS Neben dem Säurefaktor spielen möglicherweise auch toxische Gallensäuren in der Pathogenese des gastroösophagealen Reflux eine wichtige Rolle. Bei 25 Prozent aller Patienten mit einem Barrett-Ösophagus findet man einen alkalischen Reflux. Die Autoren führten simultane Messungen des Gallereflux mit einem pH-Monitoring durch und korrelierten die Ergebnisse mit dem Schweregrad der Refluxösophagitis. Toxische sekundäre Gallensäuren bei Patienten mit massiven Schleimhautläsionen waren besonders häufig nachweisbar. Vermutlich richtet ein gemischter Reflux größere Schäden an als ein reiner Säurereflux. Allerdings ist von einer anderen Arbeitsgruppe bereits früher gezeigt worden, dass unter einer antisekretorischen Therapie mit Protonenpumpenblockern auch der Gallereflux weitgehend unter Kontrolle zu halten ist. w

Nehra D, Howell P, Williams CP et al.: Toxic bile acids in gastro-oesophageal reflux disease: influence of gastric acidity. Gut 1999; 44: 598–602.
Mr. D. Nehra, Department of Surgery C2, University Hospital Wales, Heath Park, Cardiff CF4 4 XW, Großbritannien.

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