ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2000Gastroenterologie: Qualitätssicherung für Coloproktologen nötig

SPEKTRUM: Leserbriefe

Gastroenterologie: Qualitätssicherung für Coloproktologen nötig

Dtsch Arztebl 2000; 97(23): A-1563 / B-1316 / C-1230

Kirsch, Jens J.

Zu dem Beitrag „Gastroenterologische Modellpraxis“ von Dr. rer. pol. Gerhard Brenner und Dipl.-Kfm. Wolfgang Bogumil in Heft 11/2000:
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LNSLNS . . . Hinsichtlich der qualitativen Versorgung proktologischer Patienten durch Gastroenterologen müssen aus Sicht des Berufsverbandes der Coloproktologen erhebliche Bedenken geltend gemacht werden. Es ist unter den entsprechenden Fachgesellschaften unstrittig, dass auch die gastroenterologische Weiter­bildungs­ordnung (ebenso wie die chirurgische, dermatologische, erst recht die allgemeinärztliche) auch nicht annäherungsweise diejenigen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen vermittelt, die für eine qualitativ angemessene Versorgung
proktologischer Patienten notwendig ist.
Unser Verband . . . hat deshalb bereits vor Jahren eine verbandsinterne Qualitätssicherung eingeführt mit zehnstündigem Grundkurs, mehrwöchigen Hospitationen, schriftlichen und mündlichen Prüfungen, damit zumindest auf diesem Wege für die Patienten eine Orientierungshilfe für eine qualitative Versorgung angeboten wird.
Darüber hinaus hat unser Verband erneut 1999 die Einführung einer Zusatzbezeichnung „Proktologie“ gefordert . . . In Ergänzung zu dem Artikel bleibt festzuhalten, dass eine qualitativ angemessene Versorgung von Enddarm-Patienten in einer gastroenterologischen Schwerpunktpraxis nur dann sicher- gestellt ist, wenn – in welcher Form auch immer – zusätzlich zur gastroenterologischen Weiterbildung zusätzliche Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten auf proktologischem Gebiet nachgewiesen wurden.
Dr. Jens J. Kirsch, Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands e.V., Prinzregentenstraße 121, 81677 München
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