ArchivDeutsches Ärzteblatt5/1996Erster Pflegebericht: Pflegegeld gefragt

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Erster Pflegebericht: Pflegegeld gefragt

EB

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LNSLNS Mehr als 80 Prozent der Pflegebedürftigen, die zu Hause leben, werden von Familienangehörigen oder Bekannten betreut. Dementsprechend dominiert als Leistungsart das Pflegegeld, das 81 Prozent der Versicherten beantragen. Mit der Schwere der Pflegebedürftigkeit werden jedoch verstärkt ambulante Pflegedienste in die Betreuung eingebunden. Rund 40 Prozent der Pflegebedürftigen der Pflegestufe III nehmen Sachleistungen in Anspruch. Das sind Ergebnisse des ersten Pflegeberichts, den der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDK) Mitte Dezember 1995 in Bonn vorgelegt hat.
Der Bericht enthält differenzierte Angaben über Alter und Geschlecht der Pflegebedürftigen. So sind rund 75 Prozent der Pflegebedürftigen 65 Jahre und älter, 25 Prozent sind jünger als 64 Jahre und rund 5 Prozent jünger als 19 Jahre. 75 Prozent aller Pflegebedürftigen sind Frauen, die in den höheren Altersklassen zahlenmäßig stärker vertreten sind.
Dem Bericht zufolge wurden von den begutachteten Pflegebedürftigen rund 31 Prozent in die Pflegestufe I, rund 26 Prozent in die Pflegestufe II und rund 12 Prozent in die Pflegestufe III eingestuft. 29 Prozent der Anträge wurden abgelehnt. Zu den häufigsten Diagnosen des MDK zählen Krankheiten der inneren Organe, der Haut sowie hirnorganische und psychische Erkrankungen. Die häufigste Einzeldiagnose in allen Pflegestufen ist die Demenzerkrankung. EB
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