ArchivDeutsches Ärzteblatt23/2000Körperliches Training verbessert koronare Endothelfunktion

MEDIZIN: Referiert

Körperliches Training verbessert koronare Endothelfunktion

Dtsch Arztebl 2000; 97(23): A-1610 / B-1381 / C-1284

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LNSLNS Die Ergebnisse der Untersuchung einer Forschergruppe aus Leipzig konnten zeigen, dass bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) eine Verbesserung des koronaren Blutflusses durch die Ausübung sportlicher Aktivitäten zu erzielen ist.
19 Patienten mit koronarer Herzerkrankung und einer nachgewiesenen Endotheldysfunktion, die sich durch eine abnorme durch Acetylcholin induzierbare Vasokonstriktion auszeichnete, wurden randomisiert vier Wochen lang untersucht. Zehn dieser Patienten wurden einem Sportprogramm zugewiesen und neun Patienten wurden einer Kontrollgruppe, die keine sportliche Betätigung ausübte, zugeordnet. Patienten mit Begleiterkrankungen, die von einer sportlichen Betätigung profitieren können wie zum Beispiel Personen mit Diabetes mellitus, arterieller Hypertonie, Hypercholesterinämie, wurden nicht in die Untersuchung eingeschlossen. Bei der Ausgangsuntersuchung wiesen die Teilnehmer beider Gruppen vergleichbare vasokonstriktive Reaktionen auf Acetylcholin auf.
Nach vier Wochen war jedoch in der Gruppe, die sich sportlich betätigt hatte, die Koronararterienkonstriktion auf Acetylcholin gegenüber der Kontrollgruppe um die Hälfte verringert, der Anstieg der mittleren koronaren Blutflussgeschwindigkeit war verdoppelt und die koronare Blutflussreserve um ein Drittel gesteigert.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine sportliche Betätigung bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung die endothelabhängige Vasodilatation der Koronargefäße verbessert. acc

Hambrecht R et al.: Effect of exercise on coronary endothelial function in patients with coronary artery disease. N Eng J Med 2000; 342: 454–460.
Dr. Hambrecht, Herzzentrum, Universität Leipzig, Russenstraße 19, 04289 Leipzig.

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