ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2000GKV: Politische Diskussion vonnöten

SPEKTRUM: Leserbriefe

GKV: Politische Diskussion vonnöten

Dtsch Arztebl 2000; 97(24): A-1628 / B-1398 / C-1301

Bertram, Mathias

Zu dem Beitrag „Stiller Abschied vom ,medizinisch Notwendigen‘“ von Dr. med. Lothar Krimmel in Heft 16/2000:
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LNSLNS . . . Was wir benötigen, ist . . . eine politische Diskussion, die die grundsätzliche Endlichkeit von Ressourcen und damit die Unausweichlichkeit von Rationierung (auf welchem Niveau auch immer) anerkennt und zu transparenten demokratischen Entscheidungen führt. Es muss benannt werden, was solidarisch finanziert werden soll und was nicht. Um im Beispiel des Beitrages zu bleiben: Der Verzicht auf AT-II-Antagonisten darf nicht Zufall sein – er könnte theoretisch aber sogar Resultat einer demokratischen Willensbildung sein. Damit es ganz klar ist: So etwas kann keine Fragestellung an die ärztliche Selbstverwaltung sein. Wo die Politik diesen Verweis versucht, lenkt sie von ihrer ureigensten Verantwortung ab.
Damit aber eine solche Diskussion überhaupt geführt werden kann, muss die Kategorie des Nutzens und die des Nutzens in Relation zum Ressourceneinsatz eingeführt werden. Mit anderen Worten: Nur, wenn benennbar wird, wie viel Gesundheit pro DM durch eine bestimmte Maßnahme gewonnen wird, kann eine zielgerichtete Entscheidung über ihre solidarische Finanzierung erfolgen . . .
Dr. med. Mathias Bertram, Bahnhofstraße 45 c, 25474 Hasloh
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