ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2000Liquidationen: Mangelnde Solidarität

SPEKTRUM: Leserbriefe

Liquidationen: Mangelnde Solidarität

Dtsch Arztebl 2000; 97(24): A-1630 / B-1400 / C-1303

Strowitzki, Martin

Zu dem Kommentar „Der Tod des Hippokrates“ von Dr. med. Rupert Witzmann in Heft 15/2000:
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LNSLNS „Der erkrankte Arzt kommt selten mit dem einfachen Gebührensatz davon.“ Leider hat der Autor nur allzu Recht. Es ist schon einige Jahre her, dass ich in einem Leserbrief die Abrechnungspraktiken unter Kollegen beklagt habe, die sich nicht mehr an den Prinzipien der interkollegialen Solidarität orientieren. Geändert hat sich nach meiner persönlichen Erfahrung (mit einer rühmlichen Ausnahme) nichts. Im Gegenteil: Wer die Liquidationsmöglichkeit hat, schöpft sie aus, mindestens 2,3fach und mit allen Ziffern, die abrechnungstechnisch möglich sind. In die Röhre schauen die Ärzte und Ärztinnen, die nicht zur rechnungsschreibenden Zunft gehören und mit ständig steigenden PKV-Sätzen belohnt werden. Polemisch gefragt: Sind die Kollegen die letz-
te Patientengruppe, bei der noch zusätzliche Einnahmemöglichkeiten zu entdekken waren? Ich habe jedenfalls längst die Hoffnung, dass großzügig und fair miteinander umgegangen wird, aufgegeben. Und sogar die Unsitte, die telefonische Terminvereinbarung gleich nach Ziffer eins mit Faktor 2,3 abzurechnen, ist unter Kollegen verbreitet. Diese Entwicklung gereicht unserem Berufsstand nicht gerade zur Ehre!
Dr. med. Martin Strowitzki, Am Tor 19, 66386 St. Ingbert
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