ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2000Yuppi-Kassen: 50 Prozent der Kassen könnte man schließen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Yuppi-Kassen: 50 Prozent der Kassen könnte man schließen

Dtsch Arztebl 2000; 97(24): A-1632 / B-1401 / C-1286

Fege, Jürgen

Zu dem Beitrag „Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Feldzug gegen die ,Yuppi-Kassen‘“ von Dr. med. Eva A. Richter in Heft 18/2000:
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LNSLNS Als Mitglied der im genannten Beitrag gescholtenen „Yuppi-Kasse“ BKK „Medikus“ bin ich für einen Beitrag von 10,4 Prozent gut krankenversichert. Meine Kasse unterhält eine Dienststelle in Dresden, die alle Versicherungsfragen und Anfragen regelt. Mehr benötige ich, wie die meisten Versicherungsnehmer, nicht.
Die großen Primär- und Ersatzkassen unterhalten hingegen eine aufgeblasene Verwaltungsbürokratie einschließlich MdK in entsprechenden „Residenzen“, welche nur von den Prunkbauten der Ärztekammern und KVen übertroffen werden. Selbstdarstellung und dem Grundanliegen eigentlich fremde Tätigkeiten beschäftigen diese Kassen. Die Kassenverwaltung kostet jährlich 13,85 Milliarden DM, 48,50 DM pro Patient und Quartal. Dies ist schlichtweg unnötig und unökonomisch.
Ein Mitarbeiter der AOK betreut 350, ein BKK-Mitarbeiter durchschnittlich 475 Mitglieder mit dem Ergebnis, dass die BKK ihre Beiträge niedrig halten kann. Die großen Kassen vermeiden es tunlichst, über diesen Aspekt ihrer finanziellen Misere zu sprechen. Sicher könn-te man 50 Prozent der Kassen schließen, ohne dass ein Versicherungsnehmer dies bei richtiger Organisation bemerkt.
Dann hätten wir das goldene Zeitalter der niedrigen Beiträge.
Dr. med. Jürgen Fege, Hauptstraße 8, 09618 Brand-Erbisdorf
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