ArchivDeutsches Ärzteblatt24/2000Das Mammakarzinom: Systemerkrankung oder lokales Problem? Neue Ergebnisse beleben eine alte Kontroverse – Strahleninduziertes Angiosarkom

MEDIZIN: Diskussion

Das Mammakarzinom: Systemerkrankung oder lokales Problem? Neue Ergebnisse beleben eine alte Kontroverse – Strahleninduziertes Angiosarkom

Dtsch Arztebl 2000; 97(24): A-1673 / B-1413 / C-1263

Zu dem Beitrag von Priv.-Doz. Dr. med. Marie-Luise Sautter-Bihl Prof. Dr. med. Michael Bamberg in Heft 1–2/2000
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LNSLNS Die Schlussfolgerungen der Autoren klingen überzeugend und scheinen die Notwendigkeit einer postoperativen Strahlentherapie nach brusterhaltender operativer Behandlung eines Mammakarzinoms zu bestätigen. Ich vermisse jedoch sowohl im Text als auch im Literaturverzeichnis einen Hinweis auf das strahleninduzierte Angiosarkom der Brustdrüse nach „brusterhaltender Therapie“ eines primären Mammakarzinoms. Es gibt darüber bereits seit 1987 zahlreiche Arbeiten in der onkologischen Literatur und offensichtlich keinen Dissens bezüglich der Kausalitätszusammenhänge. Angesichts der Tatsache, dass die erwähnte Erkrankung nahezu ausnahmslos und nach kurzem Intervall zum Tode führt, und wenn weiterhin bedacht wird, dass nach Operation eines kleinen Mammakarzinoms ein potenziell gesundes Organ bestrahlt wird, muss man die Schlussfolgerungen der Autoren sicher kritisch werten. Zumindest wäre eine Stellungnahme zu der geschilderten Problematik wünschenswert.

Dr. med. Hans Stockhausen
Vogelsangstraße 129 · 42109 Wuppertal

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