VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2000; 97(24): A-1702 / B-1442 / C-1342

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LNSLNS Dr. med. Wolfgang Cyran, ehemaliger niedergelassener Frauenarzt, Wiesbaden, starb am 19. Mai im Alter von 84 Jahren.
Wolfgang Cyran, in Breslau geboren, studierte Medizin zunächst in Breslau, danach war er Offiziers-Anwärter an der Militärärztlichen Akademie der Pépinière. Sein Medizinstudium setzte er an den Universitäten Königsberg und Berlin fort. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich in seiner neuen Wahlheimat in Wiesbaden 1948 nieder, seit 1952 als Frauenarzt. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit war er lange Jahre in der ärztlichen Fortbildung engagiert und wirkte als Schriftsteller, Medizinjournalist und Publizist, vor allem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. An den Internationalen Fortbildungskongressen der Bundes­ärzte­kammer und der Österreichischen Ärztekammer wirkte er als Seminarleiter und Referent in Davos; auch war er Referent bei der Deutschen Therapiewoche in Karlsruhe. Er war Gründungsmitglied sowie Sektionsvorsitzender der Akademie für Ärztliche Fortbildung und Weiterbildung der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen in Bad Nauheim. Ab 1957 war er 23 Jahre lang Vorsitzender der Bezirksärztekammer Wiesbaden der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen. Von 1956 bis 1980 war er Mitglied der Delegiertenversammlung der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen. Berufspolitisch wirkte er von Anfang an im Verband der niedergelassenen Nichtkassenärzte (dem späteren NAV) mit, dessen Landesvorsitzender in Hessen er war. Auch als Gutachter in der Gutachter- und Schlichterstelle bei der Lan­des­ärz­te­kam­mer war er seit Gründung im Einsatz. Für sein publizistisches und schriftstellerisches Wirken erhielt er 1986 den Preis „Medizin im Wort“. Anlässlich des Internistenkongresses 1986 erhielt er die Walter-Trummert-Medaille, 1991 den Aslan-Publizistik-Preis. Die Bundes­ärzte­kammer ehrte ihn in Anerkennung seines Einsatzes für die ärztliche Fortbildung mit der Ernst-von-
Bergmann-Plakette (1986). Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen würdigte ihn 1984 mit der Ehrenplakette in Silber, insbesondere für seinen Einsatz in der ärztlichen Selbstverwaltung und in der ärztlichen Fortbildung.

Prof. Dr. med. Manuel Eugénio Machado Macedo – ehemaliger Direktor des Departments für Herz- und Thoraxchirurgie im Santa Cruz-Hospital zu Lissabon, seit 1985 Professor für Herz- und Thoraxchirurgie an der Medizinischen Fakultät der Klassischen Universität Lissabon, starb am 21. Mai im Alter von 78 Jahren in Lissabon.
Manuel Eugénio Machado Macedo war lange Jahre in internationalen wissenschaftlichen Gremien und in Gremien der europäischen Ärzteschaft engagiert. So war er von 1984 bis 1986 Präsident der Europäischen Gesellschaft für kardiovaskuläre Chirurgie. Von 1987 bis 1992 war er Präsident des Ordem dos Medicos, der nationalen Portugiesischen Ärztekammer, die er national und international vertrat. 1989 wurde Prof. Macedo President elect der World Medical Association und übernahm 1990 die Funktion des Präsidenten dieser internationalen Organisation. Seit 1991 war er Vizepräsident der Europäischen Akademie für ärztliche Fortbildung und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Ausschusses dieser Akademie. Von 1992 bis 1994 war er Präsident des Ständigen Ausschusses der Europäischen Ärzte der EG. Während seiner Präsidentschaft wurde erstmals ein Ständiges Büro dieser seit 1959 bestehenden europäischen ärztlichen Berufsvertretung in Brüssel eingerichtet. Unter der Präsidentschaft von Macedo schlossen sich dem Ständigen Ausschuss im Zuge der Schaffung der Europäischen Union ärztliche Organisationen aus den ehemaligen EFTA-Ländern an. Wiederholt hat Professor Macedo an Deutschen Ärztetagen teilgenommen. Prof. Macedo war Träger der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft. EB
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