ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2000Medikamentöse Therapie rheumatischer Erkrankungen

SPEKTRUM: Bücher

Medikamentöse Therapie rheumatischer Erkrankungen

Dtsch Arztebl 2000; 97(25): A-1720 / B-1455 / C-1355

Miehle, Wolfgang

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LNSLNS Rheumatologie
Für den Facharzt
Wolfgang Miehle: Medikamentöse Therapie rheumatischer Erkrankungen. 2., vollständig neubearbeitete Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York, 2000, XV, 266 Seiten, 22 Abbildungen, 76 Tabellen, 79 DM
Kochbuchrezepte und feste Therapiefahrpläne zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen sucht der Leser in diesem Buch vergeblich. Dies war auch nicht zu erwarten, verbergen sich doch unter dem Oberbegriff „Gelenkrheuma“ pathogenetisch völlig unterschiedliche Erkrankungen von der chronischen Polyarthritis bis zur Arthrose (eigentlich keine rheumatische Erkrankung) und zu den so genannten Weichteilrheumatismen (mit ätiologisch so schwer greifbaren Erkrankungen wie dem Fibromyalgiesyndrom und Periarthropathien). Typisch für die medikamentöse Therapie von rheumatischen Erkrankungen ist, dass es meistens mehrere Ansätze gibt. Beim entzündlichen Rheuma wird nicht nur versucht, die Entzündungsprozesse zu dämpfen. Weitere Ziele sind, die Progredienz der Erkrankung zu verlangsamen und nach Möglichkeit bereits früh in die Pathogenese einzugreifen.
Darüber hinaus darf eine ausreichende analgetische Behandlung nicht vergessen werden. Etwa zwei Drittel des Buches widmet Miehle der Darstellung der einzelnen Substanzen und ihrer Wirksamkeit. Deren genaue Kenntnis ist Voraussetzung zum Verständnis der im letzten Drittel vorgestellten Therapiekonzepte, wo Spezialfälle wie das rheumatische Fieber oder die Lyme-Borreliose sowie das weite Feld der Konnektivitiden beschrieben werden.
Die zweite Auflage berücksichtigt neue Therapiekonzepte wie die Intensivierung der Kombinationstherapie verschiedener langsam wirkender Antirheumatika (die früheren „Basistherapeutika“) oder spezifische COX-2-Hemmer. Sie geht auch auf die Möglichkeiten monoklonaler Antikörper und experimenteller Therapien ein.
Insgesamt richtet sich das Buch eher an den rheumatologischen Facharzt als an den interessierten Allgemeinmediziner.
Rüdiger Meyer, Hannover
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