ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/1996Medicalprodukte: Kläglicher Ermittlungserfolg

SPEKTRUM: Leserbriefe

Medicalprodukte: Kläglicher Ermittlungserfolg

Clausen

Zu dem "Seite eins"-Beitrag "Informationspolitik" in Heft 27/1996:
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LNSLNSLNSLNS Ein Hang zur Gigantomanie ist der Wuppertaler Schwerpunktstaatsanwaltschaft schon seit Jahren nicht mehr abzusprechen: Die Anmietung eines großen Lagerhauses und die personelle Ausstattung dieser Sonderkommission verlangten offenbar "großflächiges" Arbeiten. Man denke an den Mordfall in der Spielbank Hohensyburg: Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft eröffnete seinerzeit wohl etwa 1 100 Ermittlungsverfahren – ohne dabei die Dauerkartenbesitzer miteinzubeziehen.
Der Ermittlungserfolg war kläglich, die Kosten für die Steuerzahler gewaltig.
Man denke an die Ermittlungsverfahren gegen Ärzte. Gegen drei Remscheider Orthopäden wurde zirka 1985 – mit großem Presseaufwand und täglichem Pressebulletin – ein Ermittlungsverfahren eröffnet und die Kollegen in Haft genommen. Vorwurf damals: Abrechnungsbetrug in Höhe von 8,5 Millionen DM. Nach achtjähriger Ermittlungszeit stellte das Gericht – und auch das nur mühsam – einen Gesamtschaden von 12 000 DM beziehungsweise 17 000 DM fest. Die Kosten für die Steuerzahler waren unbeschreiblich.
Einige der "erfolgreichen" Fahnder mußten danach ausgewechselt beziehungsweise in Frühpension geschickt werden . . .
Dr. med Clausen, Brandströmstraße 2, 42275 Wuppertal
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