ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2000Blasenkarzinom: Neoadjuvante Chemotherapie enttäuschend

MEDIZIN: Referiert

Blasenkarzinom: Neoadjuvante Chemotherapie enttäuschend

Dtsch Arztebl 2000; 97(25): A-1759 / B-1487 / C-1385

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LNSLNS Therapie der Wahl beim Transitionalzellkarzinom der Blase ist die stadiengerechte radikale Zystektomie oder die externe Hochdosis-Strahlentherapie. Eine Multicenterstudie untersuchte den Wert einer neoadjuvanten Chemotherapie des Transitionalzellkarzinoms. Randomisiert kontrolliert wurden vor der Operation oder Bestrahlung 485 Patienten mit drei Zyklen einer Polychemotherapie (Cisplatin, Methotrexat, Vinblastin) behandelt, 491 Patienten erhielten keine Chemotherapie. Die neoadjuvante Chemotherapie führte zu einer Verbesserung der Drei-Jahres-Überlebenszeit um 5,5 Prozent von 50,0 auf 55,5 Prozent. Die mittlere Überlebenszeit stieg durch die Chemotherapie von 37,5 auf 44 Monate. Interessanterweise wiesen 32,5 Prozent der nach Chemotherapie entfernten Blasen bei der histopathologischen Aufarbeitung kein Tumorgewebe mehr auf. Die Verbesserung der klinischen Ergebnisse durch die neoadjuvante Chemotherapie ist jedoch nach Ansicht der Autoren nicht ausreichend, um es als neue Standardtherapie beim Transitionalzellkarzinom zu empfehlen. acc

International collaboration of trialists: neoadjuvant cisplatin, methotrexate, and vinblastine chemotherapie for muscle-invasive bladder cancer: a randomised controlled trial. Lancet 1999; 354: 533–540.
BA06/30894 Trial, Cancer Division, Clinical Trial Unit, 282 Euston Road, London NW1 2DA, England.

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