ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/1996Gute Geschäfte mit der Selbstmedikation

POLITIK: Aktuell

Gute Geschäfte mit der Selbstmedikation

Dauth, Sabine

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LNSLNS Der Selbstmedikationsmarkt hat sich 1995 erneut stärker entwickelt als der Arzneimittelmarkt insgesamt. Die Apotheken verkauften entsprechende Präparate im Wert von 7,3 Milliarden DM (Endverbraucherpreise). Das entspricht einer Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dazu kommt nach Angaben des BAH noch etwa eine Milliarde DM an Umsatz in Drogeriemärkten. Der Trend setzte sich im I. Quartal 1996 fort: In den alten Bundesländern wurde der Absatz um neun Prozent gesteigert, in den neuen Ländern um sechs Prozent.
Am meisten verkauft wurden 1995 wie in den Vorjahren Mittel gegen Husten- und Erkältungskrankheiten. Dafür gaben die Verbraucher 1,4 Mrd. DM aus (+12 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Danach folgten Magen- und Verdauungsmittel sowie Schmerzmittel. Der Absatz verordneter rezeptfreier Arzneimittel erhöhte sich 1995 nur um 3 Prozent. Eine Steigerung der Selbstmedikation ist in den letzten Jahren in allen westeuropäischen Staaten zu verzeichnen. Ein Grund dafür liegt, was Deutschland anbelangt, offenbar auch in der demographischen Entwicklung. "Nicht nur bei den rezeptpflichtigen Präparaten, sondern auch bei den rezeptfreien liegt der Durchschnittsverbrauch eines älteren Menschen weit über dem eines jüngeren", betonte Uwe May, Referent für Gesundheitsökonomik und Statistik im BAH. th

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