ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2000Genetik der Schuppenflechte

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Genetik der Schuppenflechte

Dtsch Arztebl 2000; 97(25): A-1767 / B-1406 / C-1274

EGS

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LNSLNS Die wichtigsten mit Psoriasis assoziierten Genloci 6p, 17q, 4q und 1q wurden mit PSORS 1 bis 4 bezeichnet. Weitere Polymorphismen fanden Christophers und Mitarbeiter auf den Chromosomen 16 und 20. Als Forschungsschwerpunkt der letzten Jahre untersuchte das Team an der University of Michigan (Ann Arbor) die im Bereich des Histokompatibilitätskomplexes auf Chromosom 6 vermuteten genetischen Determinanten für die Disposition zur Psoriasis. Sie fanden heraus, dass bei klinisch ähnlichen Phänotypen der Psoriasis zwei verschiedene Konstellationen der Klasse I MHC Haplotypen vorlagen: Typ I ist eng mit HLAA2cwB57 assoziiert, eine Überrepräsentation von HLACw2 liegt bei Typ II vor.
Genetische Polymorphismen fanden sich auch im T-Zell-Rezeptor-Gen. Die Psoriasis arthropathica ist, wie M. Bechterew mit HLA-B27 assoziiert, die schwere pustulöse Form mit HLA-DQB12. Bei monozygoten Zwillingen besteht in 70 Prozent der Fälle eine Konkordanz hinsichtlich Erkrankung an Schuppenflechte. Bei Elternpaaren mit einem an Psoriasis erkrankten Partner besteht für die Kinder ein Risiko von 30 Prozent, bei Erkrankung beider Eltern ein Risiko von 50 Prozent, ebenfalls an Psoriasis zu erkranken. EGS
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