ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2000Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer: Beschränkung des Werbekostenabzugs ist rechtens

VARIA: Wirtschaft - Recht und Steuer

Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer: Beschränkung des Werbekostenabzugs ist rechtens

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LNSLNS Die Beschränkung des Werbungskostenabzugs bis zur Höhe von 2 400 DM für ein häusliches Arbeitszimmer ist nicht verfassungsrechtlich zu beanstanden.
Sie lässt sich durch die Berührung mit der privaten Lebensführung und die damit verbundene fehlende Kontrollmöglichkeit durch die Finanzbehörden rechtfertigen. Ob ein Büro- oder Praxisraum als häusliches Arbeitszimmer einzustufen ist, lässt sich nur aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalles entscheiden.
Im vorliegenden Fall nutzte der Kläger einen einzelnen, nicht besonders abgetrennten Raum des eigenen Einfamilienhauses, sodass eine räumlich enge Einbindung in seine private Lebenssphäre bestand. Den Raum verwendet der Kläger für Tätigkeiten, die in den Kernbereich der Nutzung eines typischen häuslichen Arbeitszimmers fallen, sowie für Beratungsgespräche. Er ist Mitarbeiter des Lohnsteuerhilfevereins, erzielt daraus im Vergleich zu seiner Vollzeittätigkeit in einem Industrieunternehmen aber nur geringe Einnahmen.
Bereits die Relation der Einnahmen und die für die Beratungstätigkeit verbleibende Arbeitszeit zeigen nach Ansicht des Bundesfinanzhofes, dass der genutzte Raum nicht für einen intensiven und dauerhaften Publikumsverkehr geöffnet war. Da das Arbeitszimmer demnach nicht den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeiten ausmacht, ist der Abzug der Werbungskosten nach § 9 des Einkommensteuergesetzes auf 2 400 DM begrenzt. (Bundesfinanzhof, Urteil vom 23. September 1999, Az.: VI R 74/98) Be
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