ArchivDeutsches Ärzteblatt25/2000Zusatzbezeichnung Umweltmedizin: Führungsmöglichkeit für Urologen

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Zusatzbezeichnung Umweltmedizin: Führungsmöglichkeit für Urologen

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LNSLNS Wenn ein Arzt die Weiterbildung in Umweltmedizin erfolgreich abgeschlossen hat, ist er nach dem Kammergesetz berechtigt, die entsprechende Zusatzbezeichnung zu führen. Dieses Recht des klagenden Arztes zum Führen der von ihm erworbenen Zusatzbezeichnung wird nach Meinung des Verwaltungsgerichts Stuttgart durch Vorschriften der Weiterbildungsordnung nicht eingeschränkt.
Der Einwand der Landesärztekammer, der präventive bevölkerungsbezogene Aspekt der Umweltmedizin könne im Rahmen der fachärztlich urologischen Tätigkeit nicht abgedeckt werden, steht einer Zuordnung der Umweltmedizin zum Gebiet der Urologie nicht entgegen. Aus dem interdisziplinären Charakter der Umweltmedizin folge, dass kein Facharzt im Rahmen seiner Tätigkeit das gesamte Spektrum der Umweltmedizin abdecken kann. Es müsse daher genügen, dass die Umweltmedizin auch einen Bezug zur Urologie hat. Es sei nicht ersichtlich, dass etwa ein Facharzt für Augenheilkunde oder ein Gynäkologe einen stärkeren Bezug zur Umweltmedizin hätte als ein Urologe.
Entscheidendes Kriterium sei, ob der betreffende Arzt unter anderem Personen behandelt, deren Beschwerden mit Umweltfaktoren in Verbindung gebracht werden. Der Kläger habe überzeugend dargelegt, dass eine große Zahl von Krankheitsbildern in der Urologie mit Umweltfaktoren in Verbindung gebracht werden können. Derartige Beschwerden würden in seiner Praxis eine nicht unbedeutende Rolle spielen. (Verwaltungsgericht Stuttgart, Urteil vom 5. November 1999, Az.: 4 K 1000/99) Be
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