ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2000Alarmierende Zunahme von umweltbedingten Krankheiten

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Alarmierende Zunahme von umweltbedingten Krankheiten

Dtsch Arztebl 2000; 97(26): A-1788 / B-1512 / C-1410

Richter, Eva A.

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LNSLNS BERLIN. Die Zunahme von Krankheiten aufgrund von Umwelteinflüssen ist alarmierend. Das sagte Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), bei der Vorstellung des UBA-Jahresberichtes 1999.
Etwa 24 bis 32 Millionen Deutsche sind allergisch vorbelastet – Tendenz steigend. Unterschätzt worden seien bisher die Wirkungen von feinen Staubpartikeln in der Luft, deren Einatmen das Krebsrisiko erhöhe und zu schweren Lungenkrankheiten führe. Eine Hauptquelle seien neben Industrieanlagen Dieselmotoren. Troge plädierte deshalb für Partikelfilter an Kraftfahrzeugen, die Bundesumweltminister Jürgen Trittin ab 2006 bei Lkws einführen will.
Zudem forderte Troge einen besseren Lärmschutz. Knapp die Hälfte der Bevölkerung sei mit Pegeln belastet, die das Wohlbefinden beeinträchtigten. Für 16 Prozent bestehe aufgrund des Straßenlärms ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Umweltminister Trittin betonte, dass die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm novellieren werde. Für den Lärmschutz an Schienenwegen habe sie bereits 100 Millionen DM bereitgestellt. ER

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