ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2000Arbeitsversion des humanen Genoms liegt jetzt vor

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Arbeitsversion des humanen Genoms liegt jetzt vor

Dtsch Arztebl 2000; 97(26): A-1789 / B-1513 / C-1411

Zylka-Menhorn, Vera

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LNSLNS BERLIN. Das weltweite öffentliche Humangenomprojekt hat eine Arbeitsversion des menschlichen Erbgutes vorgelegt, die 97 Prozent des Genoms abdeckt. Von 85 Prozent der Fragmente wurde bereits die Abfolge der Basen A, T, C und G bestimmt. Wie das Konsortium in Berlin berichtete, übersteigt die durchschnittliche Qualität der Arbeitsversion das ursprünglich gesteckte Ziel; die vom Konsortium selbst geforderte Genauigkeit von 99,99 Prozent sei aber noch nicht erreicht.
Mit den in Form von mehr als 18 Milliarden Basen produzierten Rohdaten, ist die Arbeitsversion näher an die endgültige Version herangerückt, als das zu diesem Zeitpunkt erwartet wurde. Basis hierfür ist die explosionsartige Produktion von Sequenzdaten im vergangenen Jahr. Mehr als 60 Prozent der Daten wurden in den vergangenen sechs Monaten sequenziert.
Bei der derzeitigen Geschwindigkeit der Sequenzierung sollen bis zum Jahr 2003 oder früher die vorhandenen Lücken geschlossen werden; die gesamte Sequenz soll dann vorliegen.
Das internationale Sequenzierkonsortium besteht aus rund 1 000 Wissenschaftlern von 16 Forschungseinrichtungen in den USA, Großbritannien, Japan, Frankreich, Deutschland und China. Die Gesamtkosten der Arbeitsversion liegen weltweit bei schätzungsweise 300 Millionen US-Dollar. zyl

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