ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2000AOK-Bundesverband: Weiteres Sparpotenzial im GKV-System

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

AOK-Bundesverband: Weiteres Sparpotenzial im GKV-System

Dtsch Arztebl 2000; 97(26): A-1789 / B-1513 / C-1411

Rieser, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS BERLIN. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, hat sich gegen ein System von Grund- und Wahlleistungen in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) ausgesprochen. Ahrens sagte, das weitaus meiste im GKV-Leistungskatalog sei notwendig. Das Problem sei, ob eine erbrachte Leistung jeweils medizinisch sinnvoll und notwendig sei.
Er wiederholte die Behauptung, im System der GKV seien Wirtschaftlichkeitsreserven von 25 Milliarden DM vorhanden. Dabei schloss er den Arzneimittelmarkt ein. Ahrens ergänzte, die AOK werde auf die „Exekution“ der Budgets nicht verzichten.
Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundes­ärzte­kammer, warf Ahrens vor, Milliardenausfälle der GKV geradezu herbeizureden. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft schrieb, bei weiteren Einsparungen leide die Qualität der stationären Versorgung.
Ahrens bestätigte allerdings auch, dass es in der AOK Überlegungen gebe, ob und wie sich die Finanzbasis der GKV verbreitern lasse. Er könne sich die Einbeziehung anderer Einkommensarten als der Löhne und Gehälter vorstellen, warnte jedoch vor unrealistischen Annahmen: „Der Aktienbesitz der AOK-Versicherten ist überschaubar.“ Rie

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema