ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/1996PKV: Gegen Einbezug in Risiko-Ausgleich

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PKV: Gegen Einbezug in Risiko-Ausgleich

Clade, Harald

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LNSLNS KÖLN. Gegen Absichten, auch die private Krankenversicherung (PKV) in den Risikostrukturausgleich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einzubeziehen, hat sich der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. ausgesprochen. Er wies die Forderungen des gesundheitspolitischen Experten der SPD-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. rer. pol. Martin Pfaff, als verfassungsrechtlich unzulässig zurück. Einen ähnlichen Vorschlag hatte das Institut für Gesundheits- und Sozialforschung in einer im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung des DGB erarbeiteten Studie unterbreitet.
Pfaff begründet den Vorstoß mit dem Argument, höherverdienende junge Versicherte träten vermehrt aus der gesetzlichen Versicherung aus und wechselten zur privaten. Im Gegenzug solle die PKV für diese Risikoselektion via Risikostrukturausgleich bezahlen. Dagegen verweist der PKV-Verband darauf, daß der Wettbewerb der gesetzlichen mit der privaten Krankenversicherung erst oberhalb der Bemessungsgrenze von zur Zeit 6 000 DM Bruttomonatseinkommen beginne. Deshalb könne sich der Grundlohnausgleich lediglich auf die Versicherten oberhalb dieses Einkommens beziehen. HC

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