ArchivDeutsches Ärzteblatt26/2000Behandlung von Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie

MEDIZIN: Referiert

Behandlung von Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie

Dtsch Arztebl 2000; 97(26): A-1817 / B-1537 / C-1433

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LNSLNS Eine Knochenmarks- oder Stammzelltransplantation von einem HLA-kompatiblen verwandten Spender ist bei Kindern mit einer akuten lymphatischen Leukämie (ALL), die zytogenetisch positiv für das Philadelphiachromosom (chromosomale Translokation [9; 22]) sind, anderen Transplantationsregimen oder intensiver Polychemotherapie überlegen. Dies ergab die Überprüfung der Krankheitsverläufe von 326 Kindern im Alter von 0,4 bis 19,9 Jahren, die in der Zeit zwischen 1986 und 1996 in zehn internationalen Studien oder großen Kliniken behandelt wurden. Für Kinder aus der Gruppe mit guter Prognose (eingeteilt nach Alter und Leukozytenzahl bei Diagnose) ergab sich eine krankheitsfreie Fünf-Jahres-Überlebensrate von 49 Prozent. In der Gruppe mit mittlerer Prognose überlebten dagegen 30 Prozent und in der mit der schlechtesten Prognose sogar nur 20 Prozent. Damit zeigte sich, dass trotz der risikoangepassten Therapieschemata die Aussichten von Kindern mit dem Philadelphiachromosom immer noch schlechter sind als bei denjenigen mit ALL ohne diese Chromosomenveränderung. Bei Letzteren liegen die Fünf-Jahres-Überlebensraten bei 75 Prozent oder höher. silk

Arico M et al.: Outcome of treatment in children with Philadelphia chromosome-positive acute lymphoblastic leukemia. N Engl J Med 2000; 342: 998–1006.
Dr. Arico, Clinica Pediatrica, IRCCS Policlinico San Matteo, 27100 Pavia, Italien.

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