ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2000Arzneimittelbudget: Patienten sind die Opfer

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Arzneimittelbudget: Patienten sind die Opfer

Dtsch Arztebl 2000; 97(27): A-1849 / B-1561 / C-1457

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LNSLNS Forschende Arzneimittelhersteller belegen akute Versorgungsdefizite.
Der Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) hat eine Dokumentation „Defizite in der Arzneimittelversorgung in Deutschland“ vorgelegt. Darin werden beispielhaft 13 Indikationsgebiete aufgelistet, in denen nach Ansicht des VFA deutliche Versorgungsdefizite bestehen, unter anderem Schizophrenie, Depressionen, Schmerz, Diabetes, Allergien/Asthma.
Als Beispiel für eine dramatische Unterversorgung nannte VFA-Geschäftsführerin Cornelia Yzer die Alzheimer-Krankheit. Seit fünf Jahren sei die Behandlung mit Acetylcholinesterase-Präparaten (AChE) möglich. Von 325 000 Erkrankten im leichten bis mittelschweren Stadium, für die eine Behandlung infrage komme, seien jedoch nur rund 40 000 damit behandelt worden.
Den Zusammenhang von Arzneimittelbudget und Unterversorgung belegt nach Ansicht des VFA auch, dass 1999 lediglich 18,5 Prozent der Alzheimer-Patienten, die in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung waren, AChE-Präparate erhalten hätten. In der privaten Kran­ken­ver­siche­rung seien es dagegen 35 Prozent gewesen.


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