ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2000Erhöhtes Frakturrisiko bei Morbus Crohn

MEDIZIN: Referiert

Erhöhtes Frakturrisiko bei Morbus Crohn

Dtsch Arztebl 2000; 97(27): A-1912 / B-1644 / C-1528

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Martina Falter Dr. med. Alexandra von Herbay Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Wettstein Susanne Landmann Prof. Dr. med. Dieter Häussinger in Heft 6/2000 Priv.-Doz. Dr. med. Claudia Redbrake in Heft 3/2000
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LNSLNS Bei Patienten mit chronisch entzündlichen Darm­er­krank­ungen nimmt die Knochendichte ab, wobei unklar ist, ob hier ein Vitamin-D-Mangel, eine Malabsorption, der Einfluss von Glucocorticoiden oder der Entzündungsprozess selbst eine Rolle spielen. Die Autoren führten bei knapp 1 000 dänischen Patienten mit Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eine Befragung durch, um das Frakturrisiko zu erfassen. Bei weiblichen Patienten mit Morbus Crohn war das Frakturrisiko um den Faktor 2,5 erhöht, nicht jedoch bei männlichen Patienten und bei Patienten mit Colitis ulcerosa. Betroffen waren Wirbelsäule, Füße, Zehen, Rippen und Beckenknochen. Die systemische Gabe von Corticosteroiden führte nur bei Patienten mit Morbus Crohn, nicht jedoch bei Patienten mit Colitis ulcerosa zu einer Zunahme des Frakturrisikos. w
Vestergaard P, Krogh K, Rejnmark L et al.: Fracture risk is increased in crohn’s disease, but not in ulcerative colitis. Gut 2000; 46: 176–181.
Dr. P. Vestergaard, The Osteoporosis Clinic, Aarhus Amtssygehus, Tage Hansens Gade 2, 8000 Aarhus C, Dänemark.

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