ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/1996Kanada: Kein frisches Sperma für künstliche Befruchtung

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Kanada: Kein frisches Sperma für künstliche Befruchtung

afp

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LNSLNS OTTAWA. Sperma aus Samenbanken darf in Kanada nicht mehr in frischem Zustand für künstliche Befruchtungen verwendet werden. Die kanadische Regierung hat eine Verordnung erlassen, wonach Samenbanken alle Spermaspenden sechs Monate lang einfrieren müssen, damit in dieser Zeit der Spender auf den HI-Virus und andere übertragbare Krankheiten untersucht werden kann.
Ärzte dürfen das gespendete Sperma nur dann verwenden, wenn sich der Spender sowohl zum Zeitpunkt der Spende als auch sechs Monate später als gesund erweist. Die Verordnung wurde erlassen, weil eine Kanadierin an AIDS erkrankt war, nachdem sie eine Samenspende empfangen hatte. Ärzte, die dagegen verstoßen, müssen mit hohen Geld- oder Gefängnisstrafen rechnen. afp
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