ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2000Beschluss des Bewertungsausschusses

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Beschluss des Bewertungsausschusses

Dtsch Arztebl 2000; 97(27): A-1920 / B-1616 / C-1512

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Der Bewertungsausschuss hat in seiner 63. Sitzung am 20. Juni 2000 zu den ihm durch das SGB V neu übertragenen Aufgaben die nachfolgenden Beschlüsse gefasst.
Mit Teil A (In-Kraft-Treten zum 1. Oktober 2000) werden die Vorgaben des § 87 Abs. 2a SGB V umgesetzt. Die Leistungen des hausärztlichen – einerseits – und die Leistungen des fachärztlichen Versorgungsbereichs – andererseits – werden auf der Basis des derzeitigen EBM definiert. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben werden gleichzeitig diejenigen Leistungen aufgelistet, die sowohl im hausärztlichen als auch im fachärztlichen Versorgungsbereich künftig berechnungsfähig sind.
Teil B der Beschlussfassung (In-KraftTreten zum 1. Januar 2001) greift den Beschluss des Bewertungsausschusses aus der 62. Sitzung vom 16. Februar 2000 auf. In der Beschlussfassung der 62. Sitzung vom 16. Februar 2000 hat der Bewertungsausschuss festgelegt, dass noch im Jahr 2000 ein weiterer Beschluss zur Anpassung der Vergütungsanteile an Veränderungen der vertragsärztlichen Versorgung hinsichtlich des hausärztlichen beziehungsweise fachärztlichen Versorgungsbereichs gefasst werden soll. Dieser Vorgabe hat der Bewertungsausschuss mit Teil B der Beschlussfassung Folge geleistet.
Mit Teil C der Beschlussfassung (InKraft-Treten zum 1. Juli 2000) wird der zweite und der letzte Absatz der Präambel zum Gebührenordnungsabschnitt O I/II gestrichen. Die zwischenzeitigen Erörterungen hatten zu dem Ergebnis geführt, dass eine Abstaffelung der Bewertung von Laborleistungen bei Ausführung in Laborgemeinschaften nicht in vertretbarer Weise umzusetzen war. Deswegen wurde die vorgesehene Minderung der Bewertung von Leistungen der Abschnitte O I und O II um 20 Prozent bei einer Erbringung von mehr als fünf Millionen Leistungen in einer Laborgemeinschaft im Quartal gestrichen.
Außerdem wurde mit den Vertragspartnern eine Änderung der Bundesmantelverträge (Anlage 5/Vertrag über die hausärztliche Versorgung) erörtert. In der Anlage 5 zu den Bundesmantelverträgen wird eine Ergänzung derjenigen Leistungen aufgrund der Beschlussfassung des Bewertungsausschusses notwendig, die von Ärzten im hausärztlichen Versorgungsbereich ab dem 1. Oktober 2000 nicht mehr berechnet werden können. § 6 des Vertrages über die hausärztliche Versorgung wird entsprechend ergänzt. Die aufgelisteten Leistungspositionen können von Ärzten im hausärztlichen Versorgungsbereich nur dann über den 1. Oktober 2000 hinaus bis längstens zum 31. Dezember 2002 berechnet werden, wenn diese bereits vor dem 1. April 2000 erbracht und abgerechnet wurden.
Zur Vervollständigung werden diese Änderungen der Bundesmantelverträge ebenfalls veröffentlicht, verbunden mit dem Hinweis, dass diese erst nach Abschluss des Unterschriftsverfahrens und Unterschriftsleistung durch die Vertragspartner mit Wirkung ab 1. Oktober 2000 in Kraft treten.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema