ArchivDeutsches Ärzteblatt27/2000Private Kran­ken­ver­siche­rung: Gebremster Ausgabenanstieg

Versicherungen

Private Kran­ken­ver­siche­rung: Gebremster Ausgabenanstieg

Dtsch Arztebl 2000; 97(27): [75]

Clade, Harald

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LNSLNS Mit einem Plus von 2,6 Prozent je Versicherten vermeldet die private Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) für das Jahr 1999 den niedrigsten Ausgaben-/Erstattungsanstieg der 90er-Jahre. Die Leistungen erhöhten sich um vier Prozent auf rund 24,4 Milliarden DM.
Ende 1999 waren in der PKV 7,356 Millionen Personen vollkostenversichert. Der Nettozugang lag mit 149 800 Personen im Vorjahrestrend (1998: 140 700 Personen). 6,416 Millionen der vollkostenversicherten Personen hatten eine Versicherung für Wahlleistungen im Ein- oder Zweibettzimmer und/oder Chefarztbehandlung im Krankenhaus abgeschlossen. Rund 7,5 Millionen in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung Versicherte hatten eine private Zusatzversicherung abgeschlossen. In der ambulanten Zusatzversicherung wurden 4,36 Millionen Personen registriert, dies sind 163 500 Personen weniger als im Jahr 1998. Der Bestand in der Krankentagegeldversicherung erhöhte sich um 92 100 auf 2,375 Millionen Personen. Eine Auslandsreisekrankenversicherung unterhielten im vergangenen Jahr rund 21,6 Millionen Personen; dies sind 1,47 Millionen Personen weniger als ein Jahr davor.
Die Beitragseinnahmen in der privaten Kran­ken­ver­siche­rung beliefen sich auf rund 35 Milliarden DM, in der privaten Pflegeversicherung lagen sie bei 3,84 Milliarden DM.
Unterschiedlich war die Ausgabenentwicklung in den einzelnen Sektoren: Mit zehn Prozent legten die Ausgaben/ Erstattungsleistungen für Arznei- und Verbandmittel ebenso überdurchschnittlich zu wie die Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel (+5,5 Prozent). Ebenso über der durchschnittlichen Ausgabensteigerungsrate lagen die „Wahlleistung Unterbringung“ mit +2,9 Prozent und die „Wahlleistung Chefarzt“ mit +2,7 Prozent. Unterdurchschnittlich stiegen die ambulanten Arztkosten mit 2,5 Prozent und die Ausgaben für Krankenhäuser insgesamt: +1,5 Prozent. Wie in den Vorjahren nahmen die Erstattungsleistungen für Zahnbehandlung und Zahnersatz ab, und zwar um 0,7 Prozent. HC
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