ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2000Wissenschaftsrat: Lob fürs PEI

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Wissenschaftsrat: Lob fürs PEI

Dtsch Arztebl 2000; 97(28-29): A-1932 / B-1628 / C-1524

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LNSLNS Das Amt bekam gute Noten – das Wissenschaftssystem nicht.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat an Profil gewonnen. Seine Aufgaben, schwerpunktmäßig die Zulassung und Chargenprüfung immunbiologischer und hämatologischer Arzneimittel, werden durch Forschungsaktivitäten unterstützt. Insgesamt bearbeitet das PEI die ihm übertragenen Felder überzeugend. Zu dieser Auffassung ist der Wissenschaftsrat gelangt.
Zu seinen Empfehlungen gehört der Vorschlag, Instrumente zu einer gezielten internen Forschungsförderung zu schaffen. Darüber hinaus sollten die Beziehungen zu Universitäten vertieft werden. Dazu schlägt der Wissenschaftsrat gemeinsame Berufungen und die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs vor.
Das Gremium hat zudem Thesen zur Entwicklung des deutschen Wissenschaftssystems vorgelegt. Danach sollen die Universitäten wieder stärker in seinen Mittelpunkt rücken. Sie müssten in Zukunft Stätten hervorragender Forschung und Lehre sein, aber auch Organisationszentren der Wissenschaft. Gleichzeitig sollen die Fachhochschulen ausgebaut werden und in mehr Fächern als bisher die praxisorientierte Ausbildung von Akademikern übernehmen. Der Wissenschaftsrat hält dies für die Rechtswissenschaften, die Lehramtsausbildung oder angewandte Naturwissenschaften wie Pharmazie für möglich.
Ob künftig die Medizin oder Teile davon an Fachhochschulen angesiedelt werden können, solle eine eigene Arbeitsgruppe klären, hieß es. Trotz der Defizite in Forschung und forschungsorientierter Lehre sei das Fach aufgrund der unentbehrlichen Koppelung von Forschung und Lehre mit der Krankenversorgung im Hochschulsystem nicht schematisch zuzuordnen.
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