ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/1996Antiretrovirale Therapieoptionen Juli 1996

POLITIK: Medizinreport

Antiretrovirale Therapieoptionen Juli 1996

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LNSLNS ! Es gibt derzeit keinen goldenen Standard
! Die Entscheidung für primäre Zweifach- oder Dreifach-Kombinationen sollte im individuellen Gespräch mit den Patienten geklärt werden
! Anfangskombinationen sollten eine "neuroprotektive" Komponente enthalten
! Therapiewechsel, wenn indiziert, nicht hinauszögern
! Unterschiedliche Therapieformen sollten möglichst bundesweit evaluiert werden (DAGNÄ-Projekt in Vorbereitung)


Therapiebeginn
! Virusload > 5 000–10 000 Äquivalente/ml Plasma, wenn CD4 < 500/ml
! Virusload 30 000–50 000 Äquivalente/ml Plasma, wenn CD > 500/ml
! Symptomatische HIV-Erkrankung


Anfangskombination (Beispiele)
! falls zweifach: AZT + 3TC oder ddC oder ddI
d4T + 3TC oder ddI
! falls dreifach: siehe zweifach plus Indinavir, Saquinavir oder Ritonavir oder Nevirapin
! Sonderfall: Saquinavir 400 mg + Ritonavir 600 mg jeweils 2x/Tag
! Umsetzen: mindestens zwei Komponenten ändern. Beispiel: Beginn AZT + 3TC, Wiederanstieg Virusload, Wechsel auf d4T + 3TC + Indinavir


Quelle: J. Carpenter et al.: Antiretroviral Therapy for HIV Infection in 1996. JAMA 1996; 276: 146–154 und Ergebnisse des Vancouver Kongresses.

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