ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2000Genomforschung: Aktionsplan vorgelegt

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Genomforschung: Aktionsplan vorgelegt

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LNSLNS Das Forschungsministerium will den Rückstand auf die USA aufholen.

Mit einem Strategiepapier hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Wolf-Michael Catenhusen, neue Forschungs- und Fördermaßnahmen in der Genomforschung vorgestellt. Danach werden im Jahr 2001 mehr als 54 Millionen DM für die biotechnologische Forschung zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den von Bund und Ländern sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bereitgestellten Mitteln wird Deutschland im kommenden Jahr etwa 400 Millionen DM für die Genomforschung ausgeben.
„Damit spielt Deutschland in Europa in der ersten Liga mit“, sagte Catenhusen. Im internationalen Vergleich sei man an die zweite Stelle hinter die USA gerückt. Wissenschaftler verschiedener Institutionen begrüßten den Aktionsplan: „Das ist ein Durchbruch. Wir haben nun, was wir brauchen“, erklärte der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Professor Dr. Ernst-Ludwig Winnacker. Catenhusen kündigte an, die Position Deutschlands auf dem Schlüsselfeld der Biomedizin durch Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken. Vorrangiges Ziel sei die Etablierung von Technologie- und Kompetenzzentren sowie die Neugründung von Unternehmen. Catenhusen: „Die Wirtschaft ist jetzt aufgerufen, dieses Signal der Politik aufzugreifen und sich verstärkt über Kooperationen mit Wissenschaftlern und start ups in Deutschland zu engagieren.“
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