ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2000Gesundheitsnetz Rhein-Neckar-Dreieck: Telematikeinsatz fördern

POLITIK

Gesundheitsnetz Rhein-Neckar-Dreieck: Telematikeinsatz fördern

Dtsch Arztebl 2000; 97(28-29): A-1946 / B-1642 / C-1536

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Erste Modellprojekte des Mitte 1998 gegründeten
regionalen Netzverbundes sind auf den Weg gebracht.

Zu den erklärten Aufgaben des Vereins „Gesundheitsnetz Rhein-Neckar-Dreieck“ (Internet: www. gn-rnd.de) gehört es, Experten aus den verschiedensten Bereichen der Medizin-, Kommunikations- und Informationstechnik sowie der entsprechenden Fachbereiche aus Forschung, Lehre, Wirtschaft und Institutionen des Gesundheitswesens zusammenzuführen und Kompetenzen in Form einer regionalen interdisziplinären Interessengemeinschaft zu bündeln. Der regionale Aspekt ist dabei ein Merkmal, durch den sich die Initiative von anderen bundesweit operierenden Netzprojekten abhebt. Daneben soll jedoch der Erfahrungsaustausch zwischen Netzprojekten gefördert werden – zum Beispiel durch den Kongress „Gesundheitsnetz“, der jährlich wechselnd in einem der Zentren des Rhein-Neckar-Dreiecks stattfindet. „Hier sollen insbesondere regionale Versorgungsprojekte unter der Zielsetzung bundes- und europaweiter Standardisierung vorgestellt und berufspolitische, datenschutzrechtliche und gesundheitsstrukturelle Diskussionen angeregt werden“, erläutert Dr. med. Bodo Schertel, Organisator des Kongresses.
Gesundheitsforum Rheinland-Pfalz
Auf dem Kongress Anfang Mai in Heidelberg wurden erste Modellprojekte, an denen das Gesundheitsnetz Rhein-Neckar-Dreieck beteiligt ist, vorgestellt, so beispielsweise das „Gesundheitsforum Rheinland-Pfalz“ (www. gesundheitsforum-rlp.de), das 1999 mit dem Multimedia-Preis der Landesregierung ausgezeichnet wurde. Dabei handelt es sich um ein medizinisches multimediales Informationsnetz auf Basis von Internet-Technologie, das für die Bevölkerung aktuelle, neutrale und fachlich geprüfte Informationen zu den verschiedensten Bereichen des Gesundheitswesens zur Verfügung stellen soll. Geplant ist, dass dieses Angebot Anfang 2001 mit ersten Bereichen abrufbar ist. Die Grundlage des Dienstes ist eine Datenbank mit Informationen zu den regionalen Leistungserbringern, die auch Angaben zu Adressen, Öffnungszeiten und speziellen Leistungs- und Angebotsprofilen beinhalten soll. Hierfür kann unter anderem auf die vollständigen Datensätze der Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenhäuser zurückgegriffen werden – ein großer Qualitätsvorteil gegenüber kommerziellen Anbietern in diesem Bereich.
Mannheimer Notfallpass
Ein weiteres Pilotprojekt ist der Notfallpass der Mannheimer Notärzte. Er wird den Ärzten – zunächst im Not- und Wochenenddienst – die Möglichkeit geben, online auf medizinische Basisdaten von Akutpatienten des Klinikums Mannheim zuzugreifen. Der Datenaustausch erfolgt über das Internet per Funkverbindung. Das dabei verwendete Datenformat entspricht dem Standard des europäischen Notfallausweises. Wie Dr. med. Joachim Gröschel, Institut für Anästhesiologie, Klinikum Mannheim, erläuterte, sollen in dem Projekt die Soft- und Hardware sowie die eingesetzte Sicherheitstechnologie – eine Health Professional Card mit digitaler Signatur – auf ihre Praxistauglichkeit erprobt werden. KBr

Informationen: Gesundheitsnetz Rhein-Neckar-Dreieck e. V., Donnersbergweg 1, 67059 Ludwigshafen, Telefon: 06 21/5 95 31 22,
Fax: 5 95 31 19
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