ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2000GKV: Private wirtschaftliche Lösung

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GKV: Private wirtschaftliche Lösung

Kandler, Thomas

Zu dem Artikel „FDP-Forum zur Gesundheitspolitik: Neubau oder Reform der Krankenversicherung“ von Dr. Thomas Gerst in Heft 24/2000:
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LNSLNS . . . Ganz offensichtlich ist es so, dass bei der heutigen Leistungsfähigkeit der modernen Medizin und bei dem heutigen Leistungsanspruch der Gesellschaftsmitglieder auch eine leistungsfähige Versicherungsmethode gefunden werden muss. Eine solche kann nur so aussehen, dass alle Beteiligten in die Verantwortung genommen werden, um damit gleichzeitig steuernd tätig sein zu können.
Das heißt, für alle Mitglieder unserer Gesellschaft muss eine Privatversicherung bestehen mit einer Kostenbeteiligung von 15 bis 20 Prozent an jeder Rechnung. Sei es nun Sachleistung, Dienstleistung oder Medikament. Es müsste für jeden Bürger eine Höchstgrenze im Jahr bestehen. Ich nehme hier einmal an 2 000 DM pro Jahr Gesamtabrechnung. Ab dann sollte die Versicherung in eine Vollversicherung springen, das heißt, es werden 100 Prozent der Kosten vergütet. Bei Familien sollte es so aussehen, wenn die Summe der Rechnungen diese Grenze überschreitet, soll ebenfalls die Versicherung in eine Vollversicherung für diese Zeit überführt werden (Kalenderjahr). Dies lässt sich unbürokratisch ohne weiteres machen, indem Kopien der Rechnungen gesammelt werden und bei Überschreiten der Grenze erneut vorgelegt werden.
Selbstverständlich sollte eine Versicherung gliederbar sein, das heißt, es müsste eine Grundversicherung geben und aufbauend darauf Zusatzversicherungen, wie sie in anderen Versicherungsbranchen ja auch jederzeit möglich sind.
Es müsste selbstverständlich eine Prämienrückvergütung geben oder eine Prämienreduzierung bei Nichtinanspruchnahme
(siehe Autoversicherung), um einen Anreiz zu schaffen, Kleinkram selbst zu erledigen beziehungsweise sich gesundheitsbewusst zu verhalten . . .
Dr. med. Thomas Kandler,
Albrecht-Dürer-Platz 9,
90403 Nürnberg
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