ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2000Polypen und Steine häufig bei Gallenblasenkarzinom

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Polypen und Steine häufig bei Gallenblasenkarzinom

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LNSLNS Weltweit lässt sich ein Anstieg des Gallenblasenkarzinoms feststellen. Die Prognose ist im Allgemeinen schlecht, da eine Früherkennung in einem operablen Stadium nur selten gelingt. Die Autoren berichten über Screening-Untersuchungen bei 194 767 asymptomatischen Japanern, bei denen gezielt nach Polypen und Gallensteinen gesucht wurde. Gallensteine wurden bei 4,1 Prozent der Teilnehmer gefunden, bei Männern in 4,5 Prozent und bei Frauen in 3,8 Prozent, wobei die höchste Prävalenz in der Altersgruppe der 70-Jährigen zu finden war. Polypen fanden sich bei 5,6 Prozent der Teilnehmer, bei Männern in 6,9 Prozent und bei Frauen in 4,5 Prozent. Bei 19 Teilnehmern (0,01 Prozent) wurde die Diagnose eines Gallenblasenkarzinoms gestellt. Die Patienten mit Gallensteinen wiesen eine erhöhte Prävalenz eines Gallenblasenkarzinoms auf (p < 0,01). Ähnliches traf für Gallenblasenpolypen zu. Die Autoren glauben deshalb an einen pathogenetischen Zusammenhang zwischen dem Steinleiden und Gallenblasenpolypen von über 1 cm Durchmesser und der Entwicklung eines Gallenblasenkarzinoms. w
Okamoto M, Okamoto H, Kitahara F, Kobayashi K et al.: Ultrasonographic evidence of association of polyps and stones with gallbladder cancer. Am J Gastroenterol 1999; 94: 446–450.
Health Care Center Yamanashi Prefectural Welfare Federation of Agricultural Cooperatives, 3-2-44 Iida, Kofu, Yamanashi, 400-0035, Japan.

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