ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/2000Wasserschäden: Grobe Fahrlässigkeit gefährdet Schutz

Versicherungen

Wasserschäden: Grobe Fahrlässigkeit gefährdet Schutz

Dtsch Arztebl 2000; 97(28-29): [75]

EB

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LNSLNS Durch Defekte an Wasch- und Geschirrspülmaschinen entstehen immer wieder erhebliche Wasserschäden. Inwieweit Versicherungsschutz für Hausrat und Gebäude besteht und was getan werden kann, um Wasserschäden zu vermeiden, hat die Signal Iduna Gruppe zusammengetragen.
Die häufigsten Wasserschäden entstehen durch defekte Zu- und Abläufe. Mögliche Ursachen: Die Anschlüsse an Wasserhahn oder Maschine sind undicht oder abgerutscht; der Zulaufschlauch ist geplatzt oder porös. Aber auch Undichtigkeiten innerhalb der Maschine können Überschwemmungen auslösen.
c Lassen Sie separate Anschlüsse für Wasserzulauf und Wasserablauf einrichten!
c Dort, wo die Geräte stehen, sollten idealerweise Bodenabläufe vorhanden sein!
c Drehen Sie den Wasserhahn nach Programmende zu!
c Lassen Sie Wasserschläuche und Verschraubungen regelmäßig auf Dichtigkeit prüfen und gegebenenfalls austauschen!
c Achten Sie bei Neuanschaffungen von Waschmaschinen und Geschirrspülern auf eine eingebaute Leckwasserschutzvorrichtung; ältere Modelle können nachgerüstet werden!
c Wenn keine Leckwasserschutzvorrichtung vorhanden ist, sollten Sie während des Waschvorganges in der Nähe der Maschine bleiben!
Durch Überschwemmungen können Schäden an Hausrat und Gebäude entstehen. Schäden an Möbeln und technischen Geräten sind durch die Hausratversicherung abgedeckt. Völlig zerstörte Gegenstände werden zum Neuwert ersetzt (Anschaffungsrechnungen aufbewahren). Für beschädigte Gegenstände übernimmt die Hausratversicherung sämtliche Reparaturkosten zuzüglich einer Wertminderung.
Für Schäden am Gebäude tritt die Gebäudeversicherung des Wohnungs- und Hauseigentümers ein. Zu den Gebäudeschäden zählen auch beschädigte Tapeten und mit dem Fußboden fest verbundene Bodenbeläge oder Folgeschäden in Gebäudebestandteilen tiefer liegender Etagen.
Wer „grob fahrlässig“ handelt, riskiert im Schadensfall den Versicherungsschutz. Grobe Fahrlässigkeit liegt beispielsweise dann vor, wenn man eine Waschmaschine oder einen Geschirrspüler in Gang setzt und die Wohnung für mehr als zwei Stunden verlässt. Darüber hinaus ist jeder Versicherte, sobald er den Schadensfall bemerkt, verpflichtet, alles in seiner Kraft Stehende zu tun, um einen Wasserschaden so gering wie möglich zu halten. EB
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