ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/1996Radiologische Diagnose der Helicobacter-pylori-Gastritis?

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Radiologische Diagnose der Helicobacter-pylori-Gastritis?

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LNSLNS Die radiologische Diagnose Gastritis schien tot zu sein: jetzt behaupten Röntgenärzte aus Boston, daß man die Helicobacter-pylori-Gastritis anhand vergröberter Magenschleimhautfalten bei der Magen-DarmPassage diagnostizieren könne. Sie führten dazu eine retrospektive Analyse von 676 symptomatischen Patienten durch, bei denen bioptisch oder mittels Urease-Schnelltest die Diagnose einer Helicobacter-pyloriInfektion gestellt worden war. Die Röntgenbilder von Helicobacter-pylori-Positiven wurden mit denen einer Gruppe verglichen, die einen negativen Urease-Test aufwiesen. Die Auswertung der Röntgenbilder erfolgte ohne Kenntnis des Helicobacter pylori-Status durch zwei gastroenterologische Radiologen. Die beiden Untersucher kamen übereinstimmend zu der Auffassung, daß 44 Prozent der Helicobacter-pylori-Positiven abnorm grobe Magenfalten im Fundus, Korpus oder Antrum aufwiesen, während dies bei Helicobacter-pyloriNegativen praktisch nie der Fall war. Endoskopisch waren bei den Patienten mit grobem Faltenrelief im Röntgenbild pathologische Befunde wie prominente Magenfalten, Magenerythem, Erosionen oder peptische Ulzera beschrieben worden. w
Mond David J, Pochaczevsky R, Vernace F, Bank S, Chow KW: Can the Radiologist Recognize Helicobacter pylori Gastritis? J Clin Gastroenterol 1995; 20: 199–202
Department of Radiology, Brigham and Women’s Hospital, Harvard Medical School, 75 Francis Street, Boston, MA 02115, USA

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