ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2000Qualitätssicherung: Zusammenarbeit endlich beginnen

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Qualitätssicherung: Zusammenarbeit endlich beginnen

Dtsch Arztebl 2000; 97(30): A-2027 / B-1720 / C-1530

Hirschmann, Anne

Zu dem Beitrag „Qualität in der Medizin: Keine Repressionen!“ von Dr. med. Robert Schäfer in Heft 17/2000:
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LNSLNS Der Landesvorstand der ASG der SPD hat mit großem Befremden die Klage von Herrn Dr. Schäfer, dass die Qualitätssicherungsmaßnahmen in Deutschland als repressive Kontrollinstrumente missbraucht werden könnten, zur Kenntnis genommen.
Sollte damit der Versuch unternommen werden, den berechtigten Offenlegungen medizinischen Handelns insbesondere in der kassenärztlichen Versorgung entgegenzutreten, ist dem klar und deutlich entgegenzutreten. Alle vorgebrachten Beispiele stammen aus dem klinisch-stationären Bereich und haben in der Tat deutliche Qualitätsverbesserungen erbracht. Der Beweis allerdings, dass die heftig beteuerten Qualitätssicherungsmaßnahmen in der ambulanten Medizin greifen, scheinen, wie die Auseinandersetzung um die Zunahme von Arbeitsunfähigkeiten, Verschreibungsverhalten, Unzufriedenheit der Patientinnen und Patienten mit der Versorgung und Verweigerung indizierter Untersuchung, eher zweifelhaften Charakters zu sein. In diesem Zusammenhang gilt es auf Paragraph 137 b hinzuweisen, in dem sehr eindeutig auf eine Kooperation von Bundes­ärzte­kammer, KBV, Deutscher Krankenhausgesellschaft, aber auch den Spitzenverbänden der Krankenkassen gesetzt wird. Standards und Richtlinien werden wissenschaftlich zu setzen sein und müssen in Kooperation für die konkrete Praxis übersetzt werden.
Diese gesetzlichen Vorgaben der Einsetzung einer Arbeitsgemeinschaft bestehen, eine Änderung der Bestimmungen ist nicht notwendig. Notwendig ist nun, dass die Zusammenarbeit endlich begonnen wird und Früchte trägt.
Anne Hirschmann MdL, Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen, Alte Allee 2, 81245 München
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