ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2000Stundenhonorar: Abenteuerliche Kalkulation

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Stundenhonorar: Abenteuerliche Kalkulation

Dtsch Arztebl 2000; 97(30): A-2027 / B-1720 / C-1530

Friedrich-Meyer, Gabriele

Zu der Meldung „Angemessene Vergütung für Gutachten gefordert“ in Heft 25/2000:
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LNSLNS Mit großem Interesse habe ich das Plädoyer von Herrn Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe zugunsten einer angemessenen Vergütung für ärztliche gutachterliche Tätigkeit gelesen. Unser aller Ärztepräsident geht von einer Regelvergütung von 180 DM pro Stunde (Höchstsatz 270 DM pro Stunde) aus. Ich würde mir wünschen, dass diese Meinung zur Angemessenheit der Vergütung ärztlicher Leistungen auch auf Psychotherapeuten übertragen würde. Bei einem Punktwert von
7 Pfennig arbeiten wir für 101 DM in der Stunde (zeitgebundene, vorher genehmigungspflichtige Leistungen). In vielen KV-Bereichen liegt der Punktwert noch weit unter 7 Pfennig. Mit der Umsetzung des im August 1999 ergangenen BSG-Urteils lässt sich zumindest die KV Nordrhein jede Menge Zeit und sucht nach Gründen, den vom BSG für angemessen erachteten Punktwert von 10 Pfennig sowohl für die Vergangenheit als auch für die Gegenwart herunterzurechnen. Dabei ergibt auch dieser Punktwert erst ein Stundenhonorar von 145 DM. Besonders bei der abenteuerlichen neuen Kalkulation des HVM für die Psychotherapeuten sollte man sich an der Auffassung des Präsidenten der Bundes­ärzte­kammer zur Angemessenheit der Honorierung orientieren. Wie die Sache jetzt gehandhabt wird, entsteht der Eindruck einer Zweiklassenärzteschaft.
Dr. med. Gabriele Friedrich-Meyer, Rheinaustraße 146, 53225 Bonn

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