ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2000Stundenhonorar: Unangemessene Honorierung

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Stundenhonorar: Unangemessene Honorierung

Dtsch Arztebl 2000; 97(30): A-2028 / B-1716 / C-1612

Wettmann, Ulrich

Zu der Meldung „Angemessene Vergütung für Gutachten gefordert“ in Heft 25/2000:
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LNSLNS Für die „unangemessene“ Vergütung ärztlicher Gutachten in Verwaltungsverfahren ein Beispiel aus dem Bereich des Versorgungsamtes Köln, das ich gerade bearbeite.
Für ein fachärztliches Gutachten im Widerspruchsverfahren zur Feststellung einer Schwerbehinderung erhalte ich seit Jahren vom Versorgungsamt Köln eine Pauschale von 90 DM, die das Aktenstudium, gutachterliche Untersuchung, Erstellung des Gutachtens und alle Nebenkosten wie Schreibgebühren und Porto umfasst.
Bei einem Widerspruch im Verwaltungsverfahren erhält dagegen der Rechtsanwalt des Antragstellers für einen Widerspruch gegen eine Erstfeststellung des Versorgungsamtes nach Aktenlage für ein Schreiben, das fünf Zeilen umfasst, in dem die subjektiven Beschwerden des Antragstellers geschildert werden mit der Forderung nach einer Schwerbehinderung von 60 GdB und Nachteilsausgleich „G“ einen Betrag von 588 DM als Erstattung für notwendige Aufwendungen. Gefordert waren von dem Rechtsanwalt 685 DM inklusive Unkostenpauschale von 40 DM.
Dieses groteske Beispiel beweist, wie unangemessen ärztliche Gutachten in Verwaltungs- und Sozialgerichtsverfahren honoriert werden.
Dr. med. Ulrich Wettmann, Weststraße 22 a, 51643 Gummersbach
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