ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2000Ulcus duodeni und Refluxsymptomatik

MEDIZIN: Referiert

Ulcus duodeni und Refluxsymptomatik

Dtsch Arztebl 2000; 97(30): A-2037 / B-1730 / C-1540

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LNSLNS Von Labenz ist in einer umfangreichen Studie gezeigt worden, dass nach Sanierung der Ulcus-duodeni-Krankheit mittels Helicobacter-pylori-Eradikation gehäuft mit dem Auftreten einer Refluxösophagitis zu rechnen ist.
Die amerikanischen Autoren berichten über eine ähnliche Studie, und zwar an 242 Patienten mit Ulcus duodeni,
die an einer randomisierten, placebokontrollierten Helicobacter-pylori-Eradikations-Studie teilnahmen.
Nach sechs Monaten klagten 17 Prozent über neu aufgetretene Refluxsymptome, wobei sich kein Unterschied fand zwischen Patienten, die weiterhin Helicobacter-pylori-positiv waren (15 Prozent) und Patienten mit persistierender Helicobacter-pylori-Infektion (22 Prozent). Ferner konnten die Autoren feststellen, dass Patienten, die einen Monat nach Beendigung der Therapie wieder über epigastrische Schmerzen und Übelkeit klagten, eine persistierende Infektion boten. Dieselben Symptome nach sechs Monaten waren ein wichtiger Hinweis auf ein Ulcus-duodeni-Rezidiv, hingegen konnten sie nicht bestätigen, dass es nach einer Eradikationstherapie zu einer Zunahme der gastroösophagealen Refluxkrankheit kommt. w

Vakil N, Hahn B, McSorley D: Recurrent symptoms and gastro-oesophageal reflux disease in patients with duodenal ulcer treated for Helicobacter pylori infection. Aliment Pharmacol Ther 2000; 14: 45–51.
Dr. N. Vakil, University of Wisconsin Medical School, SSMC, 945 North 12th Street, Room A 324, Milwaukee, WI 53233, USA.

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