ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2000Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation bei Mammakarzinom ohne Vorteil

MEDIZIN: Referiert

Hochdosischemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation bei Mammakarzinom ohne Vorteil

Dtsch Arztebl 2000; 97(30): A-2046 / B-1731 / C-1627

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LNSLNS Die großen Hoffnungen, die man sich nach Einführung der Stammzelltransplantation von Chemotherapien mit Hochdosisprotokollen bei Patientinnen mit metastasierendem Mammakarzinom gemacht hat, sind nach Vorliegen neuerer Studienergebnisse nicht berechtigt. In einer kontrollierten Studie mit 553 Patientinnen wurde nach einer konventionellen Chemotherapie mit einem Standardprotokoll eine Hochdosistherapie mit einmaliger Gabe von Carboplatin, Thiotepa und Ciclophosphamid und mit anschließender Transplantation von autologen hämatopoetischen Stammzellen verglichen mit ei-
ner konventionellen Weiterbehandlung nach dem CMF-Schema (Cyclophosphamid, Methotrexat, Fluorouracil). In der dreijährigen Nachbeobachtungsphase ließen sich keine signifikanten Unterschiede in der Überlebensrate feststellen (32 Prozent in der Hochdosisgruppe, 38 Prozent in der Standardgruppe). Auch der krankheitsfreie Zeitraum nach Therapie war in beiden Gruppen nahezu gleich (9,6 Monate in der Hochdosisgruppe und 9,0 Monate in der Standardgruppe). acc
Stadtmauer E et al.: Conventional-dose chemotherapy compared with high-dose chemotherapy plus autologous hematopoetic stem cell transplantation for metastatic breast cancer. N Eng J Med 2000; 342: 1069–1076.
Dr. Stadtmauer, Bone Marrow and Stem Cell Transplant Program, University of Pennsylvania Cancer Center, 16 Penn Tower, 3400 Spruce St., Philadelphia, PA 19104, USA.

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