ArchivDeutsches Ärzteblatt30/2000Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Starker Wachstumsschub

VARIA: Wirtschaft

Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Starker Wachstumsschub

Dtsch Arztebl 2000; 97(30): A-2048 / B-1770 / C-1646

Clade, Harald

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LNSLNS Die Standesbank der Heilberufe zahlt in diesem Jahr sechs Prozent Dividende.

Ein „sehr zufriedenstellendes“ Geschäftsergebnis 1999 vermeldet – wie bereits in den vorangegangenen Jahren – die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Düsseldorf. Sie verzeichnete 1999 einen erneut starken Wachstumsschub. Mit einer Bilanzsumme zum 31. Dezember 1999 in Höhe von 34 Milliarden DM (Vorjahr: 31,7 Milliarden DM) verteidigte die Standesbank der akademischen Heilberufe den ersten Rang unter den genossenschaftlichen Primärkreditinstituten. Die „Apo“-Bank ist mit weitem Abstand das größte genossenschaftliche Kreditinstitut in Deutschland.
Die finanzielle Basis der Bank konnte mit den Eigenmitteln noch weiter gestärkt werden. Gegenüber dem Vorjahresabschluss lag die Bilanzsumme um 2,37 Milliarden DM über dem Vorjahreswert (+7,5 Prozent; gegenüber +11,7 Prozent in 1998). Die Bilanzsumme hat sich mithin innerhalb von sechs Jahren mehr als verdoppelt. Wie der Vorstandssprecher, Werner Wimmer (61), vor der Ver­tre­ter­ver­samm­lung am 16. Juni
in Neuss berichtete, hat sich die Expansion erneut in „ausgewogenen Bahnen vollzogen“.
Das haftende Eigenkapital liegt aktuell bei 2,6 Milliarden DM (1998:
2,4 Milliarden DM). Der Jahresüberschuss (Bilanzgewinn) lag 1999 bei fast 95 Millionen DM (1998: 91,16 Millionen DM). Mit 60 Millionen DM des Bilanzgewinns wird der größte Teil wie bereits
in den Vorjahren den Rücklagen zugeführt: 30 Millionen gehen in die gesetzlichen Rücklagen, weitere 30 Millionen in andere Rücklagen. Einstimmig beschlossen die Vertreter, an die Kapitaleigner eine Netto-Dividende von sechs Prozent (wie bisher) auszuschütten, die sich unter Einbeziehung der anrechenbaren Körperschaftsteuer auf 8,57 Prozent stellt (wie bisher). Die Dividendenausschüttung entspricht rund 35 Millionen DM.
Das Kreditgeschäft war wesentlicher Träger des Wachstums. Die Kundenkredite nahmen um 1,1 Milliarden DM zu und erreichten ein Volumen von insgesamt 22,45 Milliarden DM (+5,2 Prozent). Die Neuausleihungen blieben mit 4,2 Milliarden DM auf hohem Niveau. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 9,3 Prozent auf 24,1 Milliarden DM.
Trotz des 1999 anhaltenden Drucks auf die Zinsmarge gelang es der Bank, den Zinsüberschuss gegenüber 1998 um 24,4 Millionen DM auf 631,9 Millionen DM zu steigern. Verstärkt wurden die Wertpapierdienstleistungen in Anspruch genommen; der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 17,5 Millionen DM (+13,1 Prozent) auf 151 Millionen DM.
Trotz der anhaltenden Maßnahmen zur Kostenbegrenzung stiegen die Verwaltungsaufwendungen um 17,4 Millionen DM (+4,1 Prozent). Die Sachkosten nahmen um vier Millionen DM (+2,4 Prozent) zu. Das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge erhöhte sich um 13,7 Millionen DM auf 347,2 Millionen DM (1992: rund 178 Millionen DM).
Die Bank hat nach eigenen Angaben ihre internationalen Refinanzierungsmöglichkeiten weiter ausgebaut. Sie sieht darin eine Bestätigung ihrer guten Rating-Einstufung durch die US-amerikanische Agentur „Moody’s Investors Service“ mit dem Prädikat A 2 (1997) und der Einstufung durch Standard und Poor’s im Jahr 1999 mit der Auszeichnung A/A-1.
Die „Apo“-Bank hatte per ultimo 1999 rund 217 400 Kunden (Vorjahr: 211 400); dies entspricht einer Zunahme um 2,8 Prozent. Die Zahl der Mitglieder wuchs von 90 014 (Anfang 1999) auf 90 982 (Ende 1999); das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent. Die Zahl der Geschäftsanteile belief sich En-
de 1999 auf 305 123. Die Bank beschäftigt rund 1 800 Vollzeitbeschäftigte; hinzu kommen 112 Teilzeitbeschäftigte in 52 Geschäftsstellen.
Anlässlich der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates der Bank am 16. Juni wurde Dr. med. Wilhelm Osing (67), Zahnarzt in Düsseldorf, erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Osing hat dieses Amt seit 1997 inne. Erster stellvertretender Vorsitzender ist Dr. med. Ulrich Oesingmann (60), Allgemeinarzt in Dortmund; 2. stellvertretender Vorsitzender ist Hermann Stefan Keller, Apotheker in Mainz.
Im Rahmen der turnusmäßigen Neuwahlen wurden einstimmig wiedergewählt: Apotheker Gerhard Reichert, Hengersberg, und Pharmazierat Dr. rer. nat. Hartmut Schmall, Trier, Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat sind Prof. Dr. med. Klaus Dieter Kossow, Allgemeinarzt aus Achim-Baden (Niedersachsen), und Dr. med. Klaus Penndorf, Chirurg in Magdeburg. Beide hatten nicht mehr kandidiert. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Dr. med. Wolf-Rüdiger Rudat, Jena, und Sanitätsrat Peter Sauermann, Veldenz. Dr. rer. pol. Harald Clade


Die Zahl der Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank hat sich in den letzten fünf Jahren um 28 360 erhöht.

Die Bilanzsumme der Deutschen Apotheker- und Ärztebank erhöhte sich um 12,2 Milliarden DM im Jahr 1995 auf 34 Milliarden DM im Jahr 1999.
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