ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/1996Langfristiger Erfolg mit Acarbose

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Langfristiger Erfolg mit Acarbose

Wiehl, Martin

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LNSLNS Eine Diabetes-Behandlung mit Acarbose erfordert viel Geduld, zeigt dann aber auch langfristig sehr gute Ergebnisse. Dieses Resultat einer Anwendungsbeobachtung über zwei Jahre stellte Gabriele Mertes (Bayer AG) auf der Diabetes-Dreiländer-Tagung in Basel vor.
In die durch das Arzneimittelgesetz vorgeschriebene Anwendungsbeobachtung sind insgesamt 1 907 Diabetiker aufgenommen worden, von denen 1 458 aufgrund vollständiger Dokumentation durch 320 Internisten und Allgemeinmediziner ausgewertet werden konnten. Die Verteilung auf Typ-I- und Typ-II-Diabetiker entsprach mit fünf zu 95 Prozent der allgemeinen Epidemiologie.
Während in beiden Gruppen bereits zur ersten Auswertung nach drei Monaten erste Effekte auf eine postprandiale Blutzuckersenkung und auf eine Senkung der Hb-A1- und Hb-A1c-Werte deutlich wurden, war eine weitgehend maximale Senkung dieser Parameter erst nach einem Jahr zu beobachten, die bei den Typ-IDiabetikern nach dem zweiten Behandlungsjahr sogar noch etwas verbessert werden konnten.
Insgesamt ergab sich zum Ende des Beobachtungszeitraumes eine durchschnittliche Senkung des Hb-A1cWertes um 1,1 und des Hb-A1-Wertes um zwei Prozentpunkte bei Typ-II-Diabetikern und um 1,9 beziehungsweise 2,6 Prozentpunkte bei Typ-I-Diabetikern (ist das Hb-A1c um einen Prozentpunkt gesenkt, lag der Blutzuckerwert in den vergangenen Monaten um im Mittel 30 mg/dl niedriger). Negative Gewöhnungseffekte der Therapie mit Acarbose konnten somit ausgeschlossen werden.
Die langfristige Wirksamkeit der Acarbose-Behandlung (Glukobay®) konnte auch in der Kombination mit anderen oralen Antidiabetika sowie Insulin gezeigt werden. Die Verträglichkeit wurde für alle Patienten als sehr gut eingestuft. Martin Wiehl
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