ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2000Arzneimittel: Kampf gegen Online-Handel

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Arzneimittel: Kampf gegen Online-Handel

Dtsch Arztebl 2000; 97(31-32): A-2068 / B-1752 / C-1648

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LNSLNS Apotheker, Kassen und Verbraucherverband informieren über Risiken.
D ie Landesapothekerkammer, die Ersatzkassenverbände und die Verbraucherzentrale in Baden-Württemberg haben eine Kampagne gegen den Online-Handel mit Arzneimitteln gestartet. Medikamente seien keine Konsumgüter, sagte die Präsidentin der Landesapothekerkammer, Karin Wahl. Das Arzneimittelgesetz, das den Versandhandel verbietet, sei keine Gängelung, sondern diene dem Verbraucherschutz. Monika Ketterer von der Verbraucherzentrale wies darauf hin, dass auch die EU-Richtlinie zum elektronischen Geschäftsverkehr nicht sämtliche Risiken beim Online-Handel ausschalte.
Für die Ersatzkassen betonte Roger Jaeckel, dass die Selbstmedikation aus dem Internet nicht nur überflüssig sei, sondern im Einzelfall Gesundheitsschäden verursache, für die die Kassen aufkommen müssen. Informationen zu der Kampagne gibt es auch im Internet unter www.medikamenteninformation.de.
Inzwischen hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Andrea Fischer angekündigt, die Absicherung des Online-Handels mit Medikamenten voranzutreiben. Es sei sinnvoller, diesen Bereich in Zukunft aktiv zu regeln, als nur eine Diskussion über die Gefahren zu führen.
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