ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/2000Vergangenheit: Aus heutiger Sicht

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Vergangenheit: Aus heutiger Sicht

Dtsch Arztebl 2000; 97(31-32): A-2094 / B-1775 / C-1585

Gorynia, Inge

Zu dem Interview mit Prof. Dr. med. Eggert Beleites „Das Problem ist ja nicht weg aus unserer Zeit“ in Heft 27/2000:
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LNSLNS Auch wenn man die vielen guten Taten von Herrn Ibrahim berücksichtigt, kann ein Arzt, nachdem eine unabhängige Kommission festgestellt hat, dass er wissentlich schwerstkranke Kinder in den Tod geschickt hat, nicht noch weiterhin geehrt werden. Die Euthanasie der Nazis war keine Sterbehilfe, sondern Mord. Außerdem ist seit langem bekannt, dass zur gleichen Zeit andere Ärzte, die in entsprechenden Anstalten tätig waren, anders gehandelt haben. Was soll die Mutter eines behinderten Kindes denken, wenn sie erfährt, dass ihr Kindergarten nach so einem Mann benannt wurde?
Am Beispiel Ibrahim ist zu ersehen, wie gefährlich es ist, wenn der Mensch sich anmaßt zu entscheiden, welches Leben „unwert“ ist. Wir sollten daraus lernen, wenn es um die heutige Diskussion zu Beginn und am Ende des Lebens geht.
Dr. med. Inge Gorynia, Universitätsklinik für Psychiatrie, Charité,
10098 Berlin
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